Modellbau-Affäre

Haderthauer-Affäre: Dreifachmörder bleibt in Psychiatrie

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Roland S. als Zeuge vor dem Untersuchungsausschuss "Modellbau".

Nürnberg - Der im Zusammenhang mit der Haderthauer-Affäre bekanntgewordene Dreifachmörder Roland S. bleibt in der Psychiatrie. Er soll aber in ein anderes Krankenhaus kommen, um dort auf ein Leben in Freiheit vorbereitet zu werden.

Diese Entscheidung gab das Oberlandesgericht Nürnberg am Donnerstag bekannt. S. sei nach wie vor gefährlich und es bestehe Rückfallgefahr. Das Gericht verwarf damit eine Beschwerde des 76-jährigen S. gegen die weitere Unterbringung als unbegründet.

Seit 27 Jahren ist S. in der forensischen Psychiatrie untergebracht - zuerst in Ansbach, später in Straubing. Er war der Konstrukteur der teuren Luxus-Modellautos, die das Unternehmen „Sapor Modelltechnik“ in Ansbach und Straubing fertigen ließ und in alle Welt verkaufte. Mitgesellschafter dort waren nacheinander die spätere Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) und ihr Mann, damals Stationsarzt in Ansbach und heute Landgerichtsarzt in Ingolstadt. Seit vergangenem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Haderthauers wegen Verdachts auf Betrug und Steuerhinterziehung.

dpa

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