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Haderthauer verärgert Kinderkommission

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Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hat die Kinderkommission des Landtags verärgert. © dpa

München - Zwischen der neuen Kinderkommission des Landtags und Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) gibt es Ärger.

Die fünf Mitglieder der Kinderkommission - einschließlich der Vorsitzenden Petra Dettenhöfer (CSU) - reagierten am Dienstag parteiübergreifend verstimmt, weil Haderthauer ihnen vor der Vorstellung ihres Arbeitsprogramms Ratschläge gab: “Kinderkommission muss Kinder in den Mittelpunkt der Familien- und Bildungspolitik rücken!“, überschrieb die Sozialministerin ihre Pressemitteilung. CSU-Parteifreundin Dettenhöfer verwies darauf, dass die Kommission genau das seit ihrer Gründung im vergangenen Herbst tut. “Nicht besonders hilfreich“, sagte die Oberpfälzer Abgeordnete über die Mitteilung des Sozialministeriums.

Eigentlicher Schwerpunkt der Kinderkommission an diesem Tag war die Vorstellung des Arbeitsprogramms bis zur nächsten Landtagswahl 2013. Die fünf Abgeordneten - von jeder Landtagsfraktion eine Frau - wollen in einem großen Programm alle Themen abhandeln, die das Leben von Kindern prägen: von den Kindergärten über Verkehr, Internet bis zu Hartz IV und der Integration von Flüchtlingskindern. Alle Empfehlungen müssen einstimmig gefasst werden, wie Dettenhöfer hervorhob. Ein Schwerpunkt soll das Werben für eine kinderfreundlichere Gesellschaft werden. “Wir müssen zum Teil einen Bewusstseinswandel in den Köpfen erreichen“, sagte die FDP-Sozialexpertin Brigitte Meyer.

Bei den einzelnen Themen sind die Prioritäten der jeweiligen Parteien deutlich erkennbar. So kümmert sich CSU-Frau Dettenhöfer unter anderem um das Thema Gewalt gegen Kinder, die SPD-Abgeordnete Simone Strohmayr um Kinderarmut, die Grüne Claudia Stamm um Einwandererkinder und ihre speziellen Probleme. “Migrantenkindern fehlt oft ein Teil ihrer Kindheit, weil sie Aufgaben für ihre Eltern wahrnehmen müssen“, sagte Stamm. Eva Gottstein (Freie Wähler) hat unter anderem das Alltagsleben von Kindern als Thema. Sie will mehr Verständnis für die Bedürfnisse von Kindern wecken. “Kinderlärm ist kein Lärm“, sagte sie.

lby

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