Ex-SPD-Vorsitzender macht Mut

Hans-Jochen Vogel: Diagnose Parkinson

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Er möchte anderen Menschen mit Parkinson Mut zusprechen: Hans-Jochen Vogel.

München - Seit zwei Jahren weiß Hans-Jochen Vogel, was in seinem Körper schlummert. Erstmals spricht er öffentlich über die Lähmungen, das Zittern und den Tod.

Der frühere SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel ist an Parkinson erkrankt. Die Erkrankung sei vor zwei Jahren festgestellt worden, sagte der 88-Jährige dem Magazin „Stern“.

„Das Zittern habe ich noch unter Kontrolle, aber es wird wohl unvermeidlich stärker werden. Andere Symptome zeigen sich schon deutlicher. Ich fühle permanent eine leichte Benommenheit. Beim Gehen fällt es mir schwer, die Richtung zu halten.“ Er stolpere häufiger, sein Namensgedächtnis leide. „Dann hilft mir meine Frau weiter.“

Vogel lebt mit seiner Ehefrau Lieselotte (87) seit 2006 in einem Altersheim in München. Bei Parkinson handelt es sich um eine unheilbare, fortschreitende Nervenkrankheit, auch unter dem Namen Schüttellähmung bekannt.

Vogel sagte, in der Öffentlichkeit habe er bislang nicht darüber gesprochen, seine Familie habe aber von Anfang Bescheid gewusst, und auch Freunden habe er die Krankheit nie verschwiegen. Dass er jetzt darüber rede, habe auch damit zu tun, dass er anderen Menschen, die an Parkinson leiden, Mut machen wolle - „indem ich ihnen zeige, dass man auch in diesem Zustand noch geraume Zeit ein selbstbestimmtes Leben führen kann“. Sich selbst das Leben zu nehmen, komme für ihn nicht infrage.

dpa

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