Dank Beratung

Weniger Migranten empfangen Hartz IV

Nürnberg - Eine frühzeitige und umfassende Beratung führt nach Erkenntnissen von Experten dazu, dass weniger Zuwanderer für längere Zeit in Hartz IV abrutschen. Die Analyse von 2011 bestätigt das.

Hatten 2011 vor der entsprechenden Beratung noch 55 Prozent von ihnen Arbeitslosengeld II bezogen, so verringerte sich ihr Anteil nach Abschluss der Migrationsberatung auf 39 Prozent. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Bilanz des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg für das Jahr 2011 hervor. Im Vorjahr waren erstmals systematisch Daten zur Migrantenberatung erfasst worden.

Ernüchternd sind die Daten des Bundesamtes bei der Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse. Insgesamt hätten im Vorjahr 12.336 Zuwanderer wegen ihres ausländischen Schul- und Berufsabschlusses um Rat gefragt. Anerkannt worden seien die Abschlüsse aber nur in 912 Fällen; in 976 Fällen hätten die deutschen Behörden die ausländischen Abschlüsse nicht akzeptiert.

Seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes am 1. April 2012 haben nach Bundesamts-Erkenntnissen die Anfragen in dieser Frage deutlich zugenommen. Insgesamt hätten im Vorjahr mehr als 144.000 Zuwanderer die bundesweit 597 Beratungsstellen aufgesucht. Vergleichsdaten zu den Jahren davor liegen wegen der erstmaligen Erfassung im Jahr 2011 nicht vor.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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