CSU fordert Stopp

Herrmann: 170.000 Flüchtlinge kamen im September nach Bayern

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CSU-Innenminister Joachim Herrmann.

München - Rund 170.000 Menschen sind allein im September in Bayern angekommen. Deutschlandweit waren es 100.000 Flüchtlinge mehr, verkündet Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

Seit Anfang September sind nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mehr als 270.000 Flüchtlinge in Deutschland angekommen. Man müsse davon ausgehen, dass seit Monatsbeginn zwischen 270.000 und 280.000 Migranten in die Bundesrepublik eingereist seien, sagte Herrmann am Mittwoch im Landtag in München. „Das sind in diesem einen Monat mehr als im gesamten Jahr 2014“, betonte er. Es handele sich dabei aber noch nicht um die endgültige Zahl - da gebe es noch einige Unwägbarkeiten.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Dienstag gesagt, zu den Gesamtzahlen für den Monat September könne er sich erst in ein paar Tagen äußern. Als Grund nannte er, dass sich ein „nicht unerheblicher Teil“ der Flüchtlinge der Registrierung entziehe oder trotz Registrierung an einen anderen Ort weiterziehe.

Herrmann verteidigte im Landtag die CSU-Forderung nach einer Begrenzung der Zuwanderung. Man arbeite auch an konkreten Vorschlägen, wie der „Druck“ an den deutschen Grenzen reduziert werden könne. Die Staatsregierung prüft beispielsweise, „Transitzonen“ einzurichten, um Flüchtlinge schon an der Grenze abweisen zu können - etwa wenn diese aus einem sicheren Herkunftsland kommen oder wenn ein anderes EU-Mitgliedsland für sie zuständig ist.

dpa

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