Neue Umfragen

CSU darf auf absolute Mehrheit hoffen

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Ein Jahr vor der Landtagswahl in Bayern sieht die CSU um Parteichef Horst Seehofer die absolute Mehrheit wieder in greifbarer Nähe.

München - Neue Umfragen zeigen: Ein Jahr vor der Landtagswahl in Bayern sieht die CSU die absolute Mehrheit wieder in greifbarer Nähe.

In Umfragen bewege sich die Partei derzeit konstant „in einem Korridor von 46, 47 Prozent“, sagte der Geschäftsführer der GMS Dr. Jung GmbH, Helmut Jung, am Dienstag auf der CSU-Fraktionsklausur im oberfränkischen Kloster Banz. Mit einem solchen Wert stehe die CSU „an der Schwelle zur absoluten Mehrheit“. Jung betonte aber auch, dass dies keineswegs garantiert sei, und dass dies am Ende auch vom Abschneiden aller anderen Parteien abhängen werde. „Das Thema ist noch nicht durch, die Wahlen sind noch nicht gelaufen.“

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) selbst sagte nach einem Bericht des „Münchner Merkur“ (Dienstag) in einer internen Sitzung, die CSU könne „möglicherweise das Unaussprechliche erreichen“. Der CSU-Vorsitzende warnte dem Vernehmen aber auch vor jeglichem Übermut.

Fraktionschef Georg Schmid sagte: „Wir haben das Bedürfnis, noch weiter nach vorne zu kommen.“ Er lehnte es aber ab, die absolute Mehrheit offiziell zum Wahlziel zu erklären - betonte aber auch, für Leihstimmen für die FDP sei kein Platz. Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU), die 2013 für den Landtag kandidieren wird, sagte der „Welt“ (Dienstag): „Wir kämpfen für ein gutes Ergebnis - und wir kümmern uns um die Themen, die den Menschen auf den Nägeln brennen.“ Sie betonte: „Spekulationen über Prozentzahlen zählen nicht dazu.“

Meinungsforscher Jung betonte, dass die „Grundbefindlichkeit“ der bayerischen Bevölkerung eindeutig sei. „Man will die CSU als die tragende politische Kraft weiter hier in der Verantwortung sehen. Von Wechselstimmung kann nicht die Rede sein“, erklärte er. Immerhin 37 Prozent der Wähler bewerteten eine CSU-Alleinregierung positiv, 40 Prozent eine Koalition CSU/Freie Wähler und rund 30 Prozent eine Fortsetzung der amtierenden schwarz-gelben Koalition, sagte er. Das von der SPD angestrebte Dreierbündnis mit Grünen und Freien Wählern kommt nach Worten Jungs auf 32 Prozent. Mit 42 Prozent an der Spitze liegt nach Jungs Angaben aber eine große Koalition aus CSU und SPD.

Jung sagte zudem voraus, dass auch die Landtagswahl nach heutigem Stand sehr stark von der Euro-Krise geprägt sein werde - was der regierenden CSU und Seehofer bei den Wählern nütze. „Sie sehen keinen Anlass, den Kapitän mitten im Sturm auf hoher See auszuwechseln.“

Zum SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude sagte Jung, der Charme von dessen Kandidatur sei „verflogen“. Und der bayerischen FDP sagte er voraus, deren Chancen stünden „auf absehbare Zeit relativ schlecht“. Allerdings könne sich im Wahlkampf hier auch noch einiges bewegen.

dpa

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