Neue Statistik

Hohes Armutsrisiko in Ostdeutschland

Wiesbaden - Die Gefahr, arm zu werden, ist für Menschen in Ostdeutschland nach wie vor größer als für die in Westdeutschland. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Vergangenes Jahr lag die Armutsgefährdungsquote in den ostdeutschen Bundesländern bei 19,7 Prozent, im Westen dagegen bei 14 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Jahr 2005, in dem das Statistikamt erstmals Daten zur Armutsgefährdung veröffentlichte, lag die Quote in Ostdeutschland bei 20,4 Prozent, in Westdeutschland bei 13,2 Prozent. Gemäß der Definition der Europäischen Union (EU) gelten Menschen als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens verfügen.

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Im Ländervergleich ist nach Darstellung des Statistikamtes die Armutsgefährdung seit 2005 durchgängig am geringsten in Baden-Württemberg und in Bayern. Seit 2010 am höchsten ist sie in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Wie die Statistik weiter ausweist, sank das Armutsrisiko im Vergleich der Jahre 2012 und 2005 am stärksten in Thüringen und in Sachsen-Anhalt. Am stärksten gestiegen ist es in diesem Zeitraum in Nordrhein-Westfalen und Berlin. Unter den 15 bevölkerungsreichsten deutschen Großstädten wiesen im vergangenen Jahr München und Stuttgart die geringste Armutsgefährdungsquote auf. Am höchsten war sie in Dortmund, Leipzig und Duisburg.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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