Aiwanger bleibt FW-Fraktionschef

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Hubert Aiwanger will sich wieder zum Vorsitzenden der FW-Fraktion wählen lassen

München - Bei den Freien Wählern (FW) im Landtag stellt sich Fraktionschef Hubert Aiwanger erwartungsgemäß zur Wiederwahl.

Die Freien Wähler (FW) im Landtag haben ihren Fraktionschef Hubert Aiwanger fast einstimmig wiedergewählt. Nur ein Abgeordneter enthielt sich. Da nun im Bund eine große Koalition ansteht, will Aiwanger die CSU mit konservativen Themen angreifen. „Wir wollen verhindern, dass die CSU zusammen mit der SPD nach links abdriftet. Da tut ein bisschen Feuer aus Bayern ganz gut.“ So wollen die Freien Wähler sich als Anwalt der Interessen von Mittelstand, Bauern, Fischern und Jägern positionieren. „Unsere Stärke muss sein, sich nicht von der CSU einlullen und zu Grabe tragen zu lassen“, sagte Aiwanger.

CSU-Chef Horst Seehofer will den Freien Wählern das Wasser abgraben - er hat bereits die Devise ausgegeben, das Potenzial seiner Partei sei höher als das Landtagswahlergebnis von 47,7 Prozent. Aiwanger wiederum hatte weder bei der Land- noch bei der Bundestagswahl seine Ziele erreicht. In Bayern gingen zwei Landtagsmandate verloren, im Bund blieben die Freien Wähler weit unter der Fünf-Prozent-Hürde. Dennoch gibt es anders als bei FDP und Grünen keine personellen Turbulenzen. Aiwanger will auch 2017 wieder bei der Bundestagswahl antreten. „Es wäre schlichtweg Selbstmord, 2017 im Wahlkampf als Zaungast danebenzustehen.“

Aiwanger sieht im Rauswurf der FDP aus Landtag und Bundestag eine zusätzliche Chance für die Freien Wähler in der Wirtschaftspolitik. „Nachdem die FDP weggebrochen ist, ist hier ein Vakuum.“

Die neue Freie-Wähler-Fraktion hat noch 19 Abgeordnete, zwei weniger als bisher. Als Parlamentarischer Geschäftsführer wurde der Oberbayer Florian Streibl bestätigt. Dafür gibt es drei neue stellvertretende Fraktionschefs: Ulrike Müller aus dem Allgäu, den Oberpfälzer Karl Vetter und den Oberfranken Thorsten Glauber. Das Nachsehen hatte der Schwabe Bernhard Pohl, der in der letzten Legislatur einen der drei Vizeposten innehatte. Pohl kandidierte zwar erneut, zog aber den Kürzeren.

Pressestimmen zur Wahl: "Der Super-Horst"

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dpa

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