Inhaftierte Timoschenko heimlich verlegt

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Julia Timoschenko.

Kiew - In einer Geheimaktion ist die kranke ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko aus dem Straflager in eine Klinik verlegt worden.

Die 51-jährige Oppositionsführerin sei unter Polizeischutz in das Krankenhaus Nr. 5 im ostukrainischen Charkow gefahren worden, berichteten ukrainische Medien am Samstag.

Der Chef der Berliner Charité, Karl Max Einhäupl, und der Leiter der Orthopädie, Norbert Haas, hatten am 13. April gemeinsam mit einem Vertreter des Bundeskanzleramts die Klinik inspiziert und erklärt, dass diese nicht für die Behandlung von Timoschenko geeignet sei. Im Februar hatten die beiden Spezialisten die über extreme Rückenschmerzen klagende Politikerin im Straflager untersucht. Timoschenko war im Oktober 2011 in einem umstrittenen Prozess wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Seit Donnerstag wird gegen Timoschenko in einem zweiten Prozess wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung verhandelt. Solange sie im Krankenhaus ist, muss Timoschenko nicht an dem Verfahren teilnehmen, bei dem ihr zwölf weitere Jahre Haft drohen. Die Berliner Ärzte hatten sie für verhandlungsunfähig erklärt.

dpa

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