Irak: Proteste fordern Todesopfer

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Bei Protesten im Irak sind mehrere Menschen getötet worden.

Bagdad - Bei Protesten gegen Korruption und Arbeitslosigkeit im Irak sind am Freitag mindestens zwei Menschen getötet worden.

Mehr als 20 Demonstranten seien verletzt worden, als sie in Mossul im Norden des Landes versuchten, ein Regierungsgebäude zu stürmen. Wie weiter aus irakischen Sicherheitskreisen verlautete, hatten Wachmannschaften das Feuer eröffnet.

Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum von Bagdad demonstrierten am Freitag mehrere tausend Menschen. Sie forderten soziale Reformen und Arbeitsplätze. Im südlichen Basra protestierten mehrere hundert Menschen. Initiatoren der Proteste hatten zu einer “Revolution des irakischen Zorns“ aufgerufen.

Religiöse und politische Führer im Irak hatten am Vortag verlangt, auf die Demonstration zu verzichten. Bei einem Treffen mit Stammesführern in der irakischen Hafenstadt Basra warnte Ministerpräsident Nuri al-Maliki, Anhänger von Ex-Diktator Saddam Hussein steckten hinter den Protesten.

Auch der im Irak residierende Großajatollah Ali al-Sistani hatte am Vortag Zurückhaltung gefordert. Am Freitag erklärte er dann: “Wir sind mit den berechtigten Forderungen der Menschen und ihrem Recht, diesen friedlich Ausdruck zu geben.“

dpa

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