Kampf gegen Isis

Deutsches Rotes Kreuz hilft Flüchtlingen im Irak

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Flüchtlinge in der Krisenregion des Irak, wo die Armee gegen die Terrormiliz Isis vorrückt.

Tikrit - Deutschland schickt zivile Hilfe in den Irak: Als Reaktion auf den Vormarsch der Terrormiliz Isis wird das Deutsche Rote Kreuz Flüchtlinge mit rund zwei Millionen Euro Hilfsgeldern unterstützen.

Als Reaktion auf den Vormarsch der Isis-Terroristen im Irak unterstützt Deutschland Hilfsprojekte im Land mit zwei Millionen Euro. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes solle mit dem Geld Flüchtlingen helfen, erklärte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Samstag in Berlin. Unter anderem gehe es um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Seit Anfang Juni 2014 ist die Gewalt im Irak eskaliert. In den umkämpften Gebieten gibt es für Vertriebene nur eingeschränkten Zugang zu Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. Nach Schätzungen sind 1,2 Millionen Menschen als Binnenvertriebene im Land auf der Flucht.

Irakische Armee macht sich an Rückeroberung von Tikris

Mit einer groß angelegten Offensive versucht die irakische Armee, die strategisch wichtige Stadt Tikrit von den extremistischen Isis-Milizen zurückzuerobern. Regierungstruppen gelang es am Samstag nach eigenen Angaben, den Vorort Al-Awja einzunehmen. Dort wurde der frühere Diktator Saddam Hussein geboren und nach seinem Tod im Jahr 2006 begraben.

Der staatliche TV-Sender Al-Irakija meldete, irakische Kampfjets hätten ihre Angriffe auf die nordirakische Stadt Mossul verstärkt. Diese befindet sich wie Tikrit unter Kontrolle der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis).

Isis-Kämpfer und ihre regionalen sunnitischen Verbündeten kontrollieren mehr als zwei Wochen nach Beginn ihres Vormarsches große Teile des Nordens und Westens des Iraks. Sie wollen die Hauptstadt Bagdad einnehmen und ein grenzüberschreitendes Kalifat gründen.

Soldaten hätten Al-Awja befreit, sagte ein Armeeoffizier der Nachrichtenagentur dpa. Demnach beherrschen die Regierungstruppen das Umland von Tikrit und wollen die Stadt nun „von allen Seiten“ stürmen. Die Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht bestätigen. Tikrit werde „ein großes Grab für Aufständische“ werden, kündigte der Armeeoffizier an.

Die Stadt liegt rund 140 Kilometer nordwestlich von Bagdad. Isis-Milizen hatten Tikrit am 11. Juni eingenommen. Die Statdt ist strategisch wichtig, weil sie an einer Hauptverbindungsstraße zwischen dem Norden des Landes und Bagdad liegt.

Die irakische Armee hatte am Freitag eine Offensive auf Tikrit angekündigt und diese am Samstagmorgen begonnen. Dabei rückte sie mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen auf die Stadt vor. Augenzeugen berichteten, eine große Zahl von Soldaten habe sich von Süden her der Stadt genähert. Auch Kampfhubschrauber waren im Einsatz.

Hintergrund: Isis tötet Hunderte bei Massenexekutionen

Isis-Milizen töteten in Tikrit nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) bei Massenexekutionen mindestens 160 Menschen. Fotos und Satellitenaufnahmen aus der Stadt Tikrit gäben starke Hinweise auf ein „schreckliches Kriegsverbrechen“, hatte HRW am Freitag berichtet. Von Isis im Internet veröffentlichte Bilder zeigen, wie vermummte Bewaffnete auf am Boden liegende Männer in Zivilkleidung zielen.

Als Reaktion auf den Vormarsch der Isis im Irak unterstützt das deutsche Außenministerium Hilfsprojekte im Land mit zwei Millionen Euro. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz solle mit dem Geld Flüchtlingen helfen, erklärte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Samstag in Berlin. Unter anderem gehe es um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser.

Bei Kämpfen sind im Irak seit Monatsbeginn mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen. In den Konfliktgebieten gibt es für Vertriebene nur eingeschränkten Zugang zu Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung.

Nach Schätzungen sind 1,2 Millionen Menschen als Binnenvertriebene im Land auf der Flucht. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR berichtete am Freitag, dass in den vergangenen Tagen allein rund 10 000 Christen aus dem Nordirak in die kurdischen Autonomiegebiete geflüchtet seien.

dpa

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