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Iran: Ayatollah fordert harte Strafen für Demonstranten

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Eine Bestrafung ohne Gnade für die Demonstranten, fordert Ayatollah Ahmad Khatami während des Freitagsgebets.

Kairo - Ein ranghoher iranischer Ayatollah hat eine harte Bestrafung der Anführer der Proteste gegen das amtliche Endergebnis der Präsidentenwahl gefordert.

Die Regierung solle sie “stark und grausam“ bestrafen, sagte Ayatollah Ahmed Chatami während des Freitagsgebets an der Universität Teheran, das landesweit im Fernsehen übertragen wurde.
Auch erklärte er, dass die zur Ikone gewordene Neda Agha Soltan, die offenbar bei Protesten in Teheran erschossen wurde, nicht von Sicherheitskräften, sondern von Demonstranten getötet worden sei.

Der iranische Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi kündigte unterdessen an, er wolle für künftige Proteste vorab die Behörden um Erlaubnis ersuchen. Gleichzeitig kritisierte er aber, dass die ihm hierfür gemachten Auflagen unfair seien. Das Innenministerium verlange von ihm, Veranstaltungen eine Woche vorher zu beantragen und dafür auch persönlich zu erscheinen, wie Mussawi auf seiner offiziellen Website mitteilte.

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Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad hingegen habe problemlos zwei Kundgebungen abgehalten, und über diese sei auch im staatlichen Fernsehen breit berichtet worden, kritisierte Mussawi. Der nach offizieller Darstellung bei der Wahl vom 12. Juni unterlegene Reformkandidat hat seit über einer Woche keinen Protest mehr angeführt. Zuletzt hat Mussawi seinen Anhängern widersprüchliche Signale gesendet: Er hat sie aufgefordert, nicht gegen die Gesetze zu verstoßen. Gleichzeitig betonte er, dass er den Wahlsieg Ahmadinedschads nicht anerkennen werde. Der Opposition zufolge gab es massiven Wahlbetrug. Bei Protesten gegen das Wahlergebnis wurden Hunderte festgenommen und mindestens 17 Demonstranten getötet. Zuletzt wurden alle Proteste von einer Übermacht der Sicherheitskräfte im Keim erstickt.

Zahlreiche Mitarbeiter Mussawis im Gefängnis

Ein Vertrauter Mussawis wurde laut einer Meldung des staatlichen Fernsehens an der Ausreise nach Großbritannien gehindert. Demnach handelte es sich um den Leiter von Mussawis Informationsgremium , Abdolfasl Fateh, der in Großbritannien promoviert. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars meldete am Donnerstagabend, Fateh sei mit einem Reiseverbot belegt worden. Mindestens elf Mitarbeiter von Mussawis Wahlkampfteam und 25 Mitarbeiter seiner Zeitung wurden seit der Wahl festgenommen. Am Mittwoch hatten die Sicherheitskräfte 70 Professoren abgeführt, die bis auf vier später wieder freigelassen wurden. Unter den noch Festgehaltenen war auch Mussawis früherer Wahlkampfmanager Quorban Behsadiannedschad.

ap

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