Zusagen eingehalten

USA geben Iran 450 Mio. - für Atomwaffen-Abbau

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Die Vertragstreue Teherans spielt eine wesentliche Rolle für die Verhandlungen des Irans mit den UN-Vetomächten sowie Deutschland (5+1-Gruppe).

Wien/Washington - Zumindest ein jahrelanger Konflikt entschärft sich: Der Iran hält im Streit um sein Atomprogramm seine Zusagen ein. Washington ist zufrieden und gibt Geld frei.

Der Iran baut seine Bestände waffenfähigen Urans ab und hält sich damit an die Abmachungen mit der Weltgemeinschaft. Die USA haben deshalb wie vereinbart ihre Sanktionen gelockert und 450 Millionen Dollar (325 Millionen Euro) bisher gesperrte Mittel an Teheran freigegeben.

Rund 75 Prozent der 200 Kilogramm hochangereicherten Urans seien inzwischen verdünnt oder in Uranoxid umgewandelt, sagten westliche Diplomaten am Donnerstag unter Berufung auf die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. „Es ist alles im Plan“, sagte ein Diplomat. Für den Abbau der restlichen 50 Kilogramm hat der Iran Zeit bis zum 20. Juli. „Bis jetzt haben alle Seiten ihre Verpflichtungen des gemeinsamen Aktionsplans eingehalten“, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums am Donnerstag in Washington.

Iran sieht sich als Stabilitätsanker

Die Vertragstreue Teherans spielt eine wesentliche Rolle für die Verhandlungen des Irans mit den UN-Vetomächten sowie Deutschland (5+1-Gruppe). Die Gesprächspartner wollen bis zum 20. Juli den Streit um das iranische Atomprogramm umfassend lösen. Die Weltgemeinschaft will sichergehen, dass der Iran keine Atombombe baut.

Der Iran appellierte an die Welt, das Land nicht als Kriegsgefahr anzusehen, sondern als möglichen Anker regionaler Stabilität. „Wir haben in unseren Verhandlungen (um das Atomprogramm) verdeutlicht, dass wir gegen den Krieg und für Stabilität und Frieden sind“, sagte Präsident Hassan Ruhani auf einer Militärparade am Freitag anlässlich des Tags der Streitkräfte. Die iranischen Atom-Unterhändler seien „Offiziere des Friedens“. Ihre Aufgabe sei, der Weltgemeinschaft die friedlichen Absichten des Landes zu vermitteln und gleichzeitig die legitimen Interessen des Irans zu vertreten.

dpa

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