Trotz Protesten in Teheran

Atomverhandlungen: Irans Präsident optimistisch

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"Nieder mit den USA", verkündet ein Protestplakat an der früheren US-Botschaft in Teheran.

Teheran - Der iranische Präsident Hassan Ruhani sieht große Chancen für die am Donnerstag beginnenden Atomgespräche mit dem Westen. Im eigenen Land steht er jedoch in der Kritik.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani sieht große Chancen für die am Donnerstag in Genf beginnenden Atomgespräche mit dem Westen. „Die gegenwärtige Situation, die das iranische Volk in der vergangenen Wahl geschaffen hat, bietet einmalige und beispiellose Möglichkeiten für die Atomverhandlungen“, schrieb er am Montag auf seinem von einem Vertrauten gepflegten Twitteraccout. Im eigenen Land sieht sich Ruhani jedoch scharfer Kritik ausgesetzt.

Bei der alljährlichen Anti-US-Demonstration in Teheran versammelten sich am Montag Tausende Menschen vor dem ehemaligen US-Botschaftsgebäude und riefen „Nieder mit Amerika“. Auch mehrere US-Fahnen wurden verbrannt.

Seit dem Telefonkontakt im September mit US-Präsident Barack Obama will Ruhani den sonst üblichen Slogan „Nieder mit Amerika“ eigentlich meiden, um weitere Spannungen mit Washington zu verhindern. Das löste in den vergangenen Tagen jedoch hitzige Diskussionen aus.

Konservative und Islamisten sehen in „Nieder mit Amerika“ nicht nur eine Parole, sondern ein ideologisches Manifest. Laut der Nachrichtenagentur ISNA ist Ruhani anderer Meinung: „Das iranische Volk hatte nie irgendeine Feindseligkeit mit dem amerikanischen Volk, sondern verurteilte lediglich die feindselige Politik (der USA).“

dpa

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