Binnen zwei Wochen

IS-Kämpfer töten offenbar in Syrien 700 Menschen

Kairo - Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben in Syrien nach Angaben einer oppositionsnahen Gruppe in den vergangenen zwei Wochen rund 700 Mitglieder eines Stammes getötet.

Diese kamen alle aus der östlichen Provinz Dair as-Saur, wie die syrischen Menschenrechtsbeobachter am Samstag mitteilten. Was mit weiteren Hunderten Mitgliedern des Stammes Al-Schuaytat geschah, sei unklar.

Die militanten Islamisten hatten zu Beginn des Monats mehrere von dem Stamm bewohnte Dörfer in der ölreichen und strategisch wichtigen Provinz überrannt. Dessen Mitglieder sind aus IS-Sicht „Ungläubige“, weil sie sich weigerten, nach den Regeln der Terrormiliz zu leben.

Angesichts der Schreckensherrschaft der Terrormiliz rief die syrische Opposition die USA auf, auch in dem Bürgerkriegsland Stellungen der militanten Islamisten zu bombardieren. Der Feind sei im Irak und in Syrien derselbe, sagte der Vorsitzende der Nationalen Syrischen Koalition, Hadi al-Bahra, am Samstag im türkischen Istanbul. Es dürfe nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, daher müsse die Lage in Syrien ähnlich angegangen werden wie in den irakischen Kurdengebieten. Dort bombardieren die USA seit Tagen IS-Stellungen, unter anderem um Landsleute und Flüchtlinge zu schützen.

Die Terrormiliz hat in den von ihr eroberten Gebieten im Irak und in Syrien ein Kalifat ausgerufen. Die Gruppe bedroht und tötet dort religiöse Minderheiten. Dair as-Saur grenzt an die von den Extremisten eroberten Gebiete im Irak.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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