Israel: Für Iran-Boykott notfalls Ölreserven anzapfen

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Israels Vize-Regierungschef Mosche Yaalon

Berlin - Der israelische Vizeregierungschef Mosche Yaalon hat den Westen aufgefordert, im Zweifel strategische Ölreserven anzuzapfen, um den Einfuhrboykott iranischen Öls durchsetzen zu können.

Der Westen gehe nicht entschlossen genug gegen das iranische Atomprogramm vor, weil er Angst vor hohen Ölpreisen habe, sagte Yaalon dem Münchener Nachrichtenmagazin “Focus“. “Es darf kein Tropfen Öl vom Iran gekauft werden.“

Eine Aufrüstung des Irans mit Atomwaffen wäre für Europa eine Katastrophe, sagte der frühere Generalstabschef. Ein militärischer Angriff Israels auf den Iran sei zwar nur die letzte Lösung. “Uns ist klar, dass das kein Spaziergang würde.“ Israel sei aber der Meinung, dass man nicht auf eine offizielle Ankündigung des Regimes warten könne, Atombomben zu bauen. Man dürfe einem solchen Regime gar nicht erst erlauben, an der Schwelle zur Nuklearmacht zu stehen.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal

Die EU-Staaten haben unter anderem vereinbart, kein Öl mehr aus dem Iran zu beziehen, um Teheran zur Aufgabe der Urananreicherung zu bewegen. Der Iran liefert sein Öl vor allem an asiatische Staaten.

dpa

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