Israel treibt Bauprojekt in Ost-Jerusalem voran

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Das historische Shepherd-Hotel wird zerstört.

Jerusalem - Ungeachtet internationaler Proteste treibt Israel ein umstrittenes Bauprojekt im arabischen Ostteil Jerusalems weiter voran.

Bulldozer begannen am Sonntag mit der Zerstörung des historischen Shepherd-Hotels im Scheich-Dscharach-Viertel, wie israelische Medien berichteten. In dem Gebiet soll ein Gebäudekomplex mit etwa 20 Wohneinheiten für jüdische Siedler entstehen. Die USA hatten Israel dazu aufgefordert, die Bauaktivitäten zu stoppen. Israel hatte dies jedoch mit der Begründung zurückgewiesen, es handele sich um ein privates Bauprojekt.

Der jüdische US-Millionär Irwin Moskowitz hatte 2009 eine Genehmigung von der Stadtverwaltung erhalten, auf der Anlage Wohnungen zu errichten. Er hatte das Gebiet mit dem leerstehenden Hotel 1985 gekauft. Später diente es als Hauptquartier der israelischen Grenzpolizei. Die Palästinenserführung hatte die USA um dringende Intervention gebeten, um die Baupläne zu stoppen.

Die Palästinenser wollen im 1967 von Israel eroberten Ostteil Jerusalem die Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates errichten. Israel beansprucht jedoch ganz Jerusalem als ewige, unteilbare Hauptstadt.

dpa

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