Europäischer Gerichtshof rügt Moskau

Wegen Anti-Putin-Demo: Frau ein Jahr eingesperrt

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Weil sie an einer Demonstration gegen Russlands Präsident Wladimir Putin (Bild) teilnahm, saß eine junge Frau ein Jahr lang im Gefängnis.

Moskau - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte  hat Russland verurteilt, weil eine junge Frau wegen der Teilnahme an einer Demonstrantin gegen Präsident Wladimir Putin ein Jahr lang in Untersuchungshaft im Gefängnis  saß.

Zugleich wiesen die Straßburger Richter Moskau am Donnerstag an, der Klägerin 12.500 Euro Schmerzensgeld zu zahlen.

Die damals 24 Jahre alte Soziologiestudentin war im Dezember 2004 in Moskau zusammen mit rund 40 anderen Demonstranten während einer Kundgebung der oppositionellen National-Bolschewistischen gegen die russische Regierung festgenommen worden. Die junge Frau sagte damals aus, sie sei kein Mitglied der National-Bolschewistischen Partei und habe an der Versammlung nur teilgenommen, weil sie eine Doktorarbeit über diese Bewegung schreiben wolle. Dennoch wurde sie ein Jahr lang in Untersuchungshaft gehalten und anschließend auf Bewährung zu drei Jahren verurteilt.

Diese Strafe bewertete der Straßburger Gerichtshof als unverhältnismäßig. Er rügte auch, dass die russische Justiz die besonderen Beweggründe der Studentin nicht berücksichtigt hatte.

AFP

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