Jetzt ist klar: In dieser Reihenfolge gehen die AKW vom Netz

Berlin - Die Abschaltreihenfolge bei den verbleibenden neun Atomkraftwerken in Deutschland ist wohl geklärt. Und, dass ein AKW als kalte Reserve länger als geplant erhalten bleibt.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr, soll nach den acht bereits vorläufig abgeschalteten AKW als nächstes 2015 der bayerische Meiler Grafenrheinfeld den Betrieb einstellen. 2017 soll Gundremmingen B in Bayern und 2019 Philippsburg II in Baden-Württemberg folgen.

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2021 könnten Grohnde in Niedersachsen, Brokdorf in Schleswig-Holstein und Gundremmingen C (Bayern) vom Netz gehen. Als letzte Kernkraftwerke würden 2022 Isar II in Bayern, Neckarwestheim II in Baden-Württemberg und Emsland in Niedersachsen abgeschaltet werden.

Diese deutschen AKW mussten sofort vom Netz

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In seiner Montagsausgabe schreibt zudem das "Handelsblatt", dass nun doch eines der sieben abgeschalteten Kernkraftwerke die mit dem Ausstieg aus der Atomenergie notwendige sogenannte Nottfallreserve stellen soll. Demnach will das Bundeskabinett am Montag dafür ein Eckpunktepapier aus dem Bundeswirtschaftsministerium beschließen.

“Eines der Kraftwerke, die nach dem Moratorium nicht wieder ans Netz gehen, soll bis Frühjahr 2013 als Reservekraftwerk zur Verfügung stehen“, heißt es demnach in dem Papier. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach ihrem entscheidenden Gespräch mit den Ministerpräsidenten über den Stufenplan zum Atomausstieg gesagt, die sogenannte Kaltreserve für die Winter 2011/12 und 2012/13 solle möglichst von einem konventionellen Kraftwerk erbracht werden.

Zuständig für diese Frage sei aber “einzig und allein“ die Bundesnetzagentur, die bis August eine Antwort geben wolle. Das Bundeswirtschaftsministerium nahm zu dem Bericht keine Stellung und verwies auf die Kabinettentscheidung. Nach dem Zeitungsbericht heißt es in Eckpunktepapier weiter, die Kaltreserve solle nur gelten, “wenn konventionelle Reservekraftwerke nicht ausreichen, um Gefahren für Sicherheit und Stabilität der Stromversorgung abzuwenden“. Die Bundesnetzagentur solle ermächtigt werden, eines der alten AKW als Reserve zu bestimmen.

dpa/dapd

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