Gravierende Hygienemängel

Dreck und Schimmel in Kantine: Ekel-Funde ausgerechnet in ihrem Ministerium 

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Im Verbraucherschutzministerin von Julia Klöckner soll es erhebliche Hygienemängel geben. 

Der gesundheitliche Verbraucherschutz steht bei CDU-Politikerin Julia Klöckner eigentlich ganz oben auf der Agenda. Doch in ihrer Behörde soll es erhebliche Hygienemängel geben. 

München - Schmutz im Gemüsekühlhaus, Schwarzschimmel am Waschbecken, dreckige Einlegeroste im Kühlschrank und nicht abgedeckte Lebensmittel im Kühlhaus. Die Liste der Hygienemängel, auf die Lebensmittelinspekteure laut einem Bericht des „Spiegel“ bei Kontrollen in den Kantinen des Arbeits- und Landwirtschaftsministeriums in Bonn gestoßen sind, ist lang. Es sind Zustände, die man wohl vor allem im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am wenigsten erwartet hätte.

Hygienemängel im Verbraucherschutz-Ministerium: Zahlreiche Verstöße gegen EU-Verordnung

Julia Klöckner ist seit März 2018 Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft.

Dem Bericht zufolge wurden die Kontrollgänge in den Jahren 2017 und 2018 durchgeführt und werfen Fragen auf: Sollte nicht das Ministerium, in dem CDU-Politikerin Julia Klöckner für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständig ist, als gutes Beispiel voran gehen? 

Laut „Spiegel“ sieht sich das Arbeits- und Landwirtschaftsministerium aufgrund der erheblichen Hygienemängel dem Vorwurf ausgesetzt, in zahlreichen Fällen gegen die EU-Verordnung zur Lebensmittelhygiene zu verstoßen. Bei einem Kontrollgang im Arbeitsministerium soll sogar regelmäßig Kondenswasser von der Dunstabzugshaube in einen Kessel mit köchelndem Gemüsefond getropft sein. Doch neben den Misständen waren laut dem Medienbericht auch zahlreiche Belege für Personalschulungen nicht auffindbar. 

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Hygienemängel im Verbraucherschutz-Ministerium: Foodwatch fordert Aufklärung

All die Verstöße werfen keine gutes Licht auf das Arbeits- und Landwirtschaftsministerium und Klöckner steht unter Druck. „Frau Klöckner sollte zuallererst mal dafür sorgen, dass die Behörden solche Kontrollergebnisse offenlegen“, zitiert der „Spiegel“ Oliver Huizinga von Foodwatch. Huizinga leitet bei der Einrichtung, die sich mit den Rechten von Verbrauchern und der Qualität von Lebensmitteln beschäftigt, den Bereich „Recherche und Kampagnen“. In dem Bericht fordert er Aufklärung, denn die Mitarbeiter der Ministerien hätten „ein Recht zu erfahren, wie es um die Sauberkeit in der Küche bestellt ist.“

Doch die Offenlegung der Missstände, vor allem in Sachen Hygiene, haben im Arbeits- und Landwirtschaftsministerium offenbar Wirkung gezeigt. Laut „Spiegel“ haben Sprecher beider Ministerien mitgeteilt, dass sich die Betreiber der Kantinen um die Mängel gekümmert hätten. 

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kus

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