Kassen und Hausärzte wollen wieder verhandeln

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Gesundheitsminister Markus Söder (CSU, r.) vermittelt im Streit zwischen Kassen und Hausärzten

München - Im Streit zwischen Hausärzten und Krankenkassen haben sich beide Seiten grundsätzlich auf neue Verhandlungen verständigt. Damit folgen beide Parteien Aufrufen aus der Politik.

Sie folgten damit Vermittlungsbemühungen von Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) bei einem Hearing am Freitag in München. Diese hatten beide Seiten dazu aufgerufen, ihren Konflikt beizulegen. Laut Söder wollen sich Vertreter von Kassen und Hausärzten erstmals Ende Januar zu neuen Gesprächen treffen.

Bei der Anhörung im Landtag sagte Söder, dass es keine Alternative zur hausärztlichen Versorgung gebe. “Wir brauchen Anreize zur Niederlassung im ländlichen Raum“, sagte der Minister vor rund 100 Besuchern der Anhörung. Beim Dialog zwischen Hausärzten und Kassen gehe es “nicht darum, jemanden vor-, sondern alle zusammenzuführen“. Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) forderte beide Seiten zu sachlichen Gesprächen auf. “Es kann in der Sache hart verhandelt werden, aber es darf nicht verletzend werden“, sagte sie.

Im Dezember hatten die im Bayerischen Hausärzteverband organisierten Mediziner geplant, das System der gesetzlichen Krankenversicherung zu verlassen. Die AOK Bayern, die Ersatzkassen und eine Reihe von Betriebskrankenkassen kündigten wegen der Ausstiegspläne daraufhin ihre besser honorierten Hausarztverträge. Da sich schließlich doch keine Abstimmungsmehrheit für den Ausstiegsplan des bisherigen Verbandschefs Wolfgang Hoppenthaller fand, trat dieser Ende Dezember zurück und machte den Weg frei für einen neuen Verhandlungsführer.

dpa

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