Katar will bis zu 200 Leopard-Panzer

Hamburg - Die Regierung des Emirats Katar hat Interesse an deutschen Leopard-2-Kampfpanzern signalisiert. Bis zu 200 Stück wollen die Scheichs kaufen.

Das Geschäftsvolumen könnte annähernd zwei Milliarden Euro betragen, berichtete der "Spiegel" in seiner jüngsten Ausgabe. Vor einigen Wochen sei eine Delegation der Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann nach Katar gereist, um über das Vorhaben zu sprechen.

Im zuständigen Bundessicherheitsrat, in dem die Bundeskanzlerin, der Chef des Kanzleramtes und die wichtigsten Minister sitzen, sei der Wunsch der Katarer bislang nicht diskutiert worden. Das Kanzleramt könne sich ein Geschäft mit Katar aber ebenso vorstellen wie das Wirtschaftsministerium, heißt es in dem Bericht.

Die Bundesregierung versuche unterdessen, in der Nato eine Liste von Drittstaaten aufzustellen, mit denen Rüstungsgeschäfte aus strategischen Gründen erlaubt sein sollen. Der deutsche Nato-Botschafter Martin Erdmann solle in Brüssel einen weiteren Versuch unternehmen, nachdem ein erster Vorstoß im Mai auf dem Nato-Gipfel in Chicago nicht gelungen sei, schreibt der „Spiegel“. Zuletzt hatten mögliche Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien und Indonesien kritische Diskussionen in Deutschland ausgelöst.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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