Absage an Schwesig-Überlegungen

Kauder: "Kein Deut mehr" bei der Frauenquote

+
Kanzlerin Merkel und Kauder bei einer Fraktionssitzung der CDU/CSU im Deutschen Bundestag.

Berlin - Unionsfraktionschef Volker Kauder will bei der Einführung einer Frauenquote "keinen Deut mehr" umsetzen, als im Koalitionsvertrag steht.

Damit erteilte er im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung (Montag) allen Überlegungen von Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) nach strengeren Regeln eine klare Absage. "Die Frauenquote ist vereinbart und kommt.

Aber genau so, wie es im Koalitionsvertrag steht. Kein Deut mehr", unterstrich Kauder. Die Union werde etwa "keine ausufernde Berichtspflicht" für Unternehmen mittragen. "Davon haben auch die Frauen nichts", sagte Kauder.

Hintergrund sind Pläne der Frauenministerin, Unternehmen zu längeren Dokumentation zu verpflichten, wenn sie die Vorgaben zur Quote nicht einhalten. Der Gesetzentwurf von Schwesig und von Justizminister Heiko Maas (SPD) sieht eine 30-Prozent-Quote für die Aufsichtsräte der 108 größten Unternehmen vor. Auch sollen Aufsichtsratssitze frei bleiben, wenn sie nicht mit einer Frau besetzet werden können. Das umstrittene Thema soll an diesem Dienstag im Koalitionsausschuss von Union und SPD erörtert werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Serdar Somuncu gegen den IS: „Was muss das für ein elender Gott sein“
Serdar Somuncu gegen den IS: „Was muss das für ein elender Gott sein“
Besuch von Konzert: Guardiola bangte um Frau und Kinder
Besuch von Konzert: Guardiola bangte um Frau und Kinder
Nach Angriff auf Christen: Ägypten greift „Terrorcamps“ in Libyen an
Nach Angriff auf Christen: Ägypten greift „Terrorcamps“ in Libyen an
Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten in Berlin fest
Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten in Berlin fest

Kommentare