Kein Ende im Streit um Gemeinschaftsschule

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Kultusminister Ludwig hält nichts von den SPD-Plänen.

München - Der Dauerkrach zwischen Staatsregierung und SPD über die Einführung von Gemeinschaftsschulen geht in eine neue Runde. Das neue SPD-Konzept gefällt Kultusminister Spaenle überhaupt nicht.

Die Landtags-SPD legte am Montag ein erstes umfassendes pädagogisches Konzept vor, das sie exemplarisch für zwei Gemeinden im Landkreis Eichstätt erarbeiten ließ. Kern des Konzepts: Von der fünften bis zur zehnten Klasse werden alle Schularten miteinander vereint. Die Übertrittszeugnisse werden abgeschafft. Ziel für die Zukunft ist zudem, die Grundschule in das pädagogische Konzept einzubinden und ein “Oberstufenzentrum“ mit Abitur anzuschließen.

Bei der Gemeinschaftsschule handle es sich um eine Schule, in der “Kinder alle gemeinsam, aber ihren persönlichen Leistungen entsprechend lernen können“, hieß es. Ziele: “Keine Einsortierung von Kindern in Schubladen nach der Grundschule, kein krank machender Leistungsdruck und ein Ende des Schulsterbens.“ In den Eckpunkten des SPD-Konzepts steht darüber hinaus: “Grundlage der Gemeinschaftsschule ist der Qualitätsstandard der bayerischen Schulformen.“

Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) erteilte den Ideen aber eine schroffe Absage. Er sprach von einer “Waschmaschine, die der differenzierten und qualitätsvollen bayerischen Schullandschaft mit extrem hoher Schleuderzahl enormen, nicht wieder gutzumachenden Schaden zufügt“. Und weiter: “Diese Schulform wird es in Bayern nicht geben.“

dpa

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