Kernenergiebranche kämpft um Reaktorlaufzeiten

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Ralf Güldner, Präsident des deutschen Atomforums, warnt vor voreiligen Schlüssen in der Atomdebatte.

Düsseldorf - Die Katastrophe in Japan zeigt auch in Deutschland Folgen: Jetzt warnt die deutsche Kernenergiebranche angesichts des atomaren Notstands vor übereilten Schlussfolgerungen.

Angesichts der Atomkatastrophe in Japan kämpft die deutsche Kernenergiebranche um die wieder in Frage gestellte Laufzeitverlängerung der alten deutschen Kernreaktoren. “Jeder deutsche Reaktor ist auf jeden Fall besser ausgerüstet als der in Fukushima“, sagte der Präsident des Deutschen Atomforums, Ralf Güldner, dem “Handelsblatt“ (Montagsausgabe). “Ich glaube nicht, dass aufgrund einer unglücklichen Verkettung zweier gewaltiger Naturereignisse in Japan ein für Deutschland langfristig richtiges und plausibles Konzept in Frage gestellt werden sollte.“

Die Lage in Japan sei einmalig. “Da kamen zwei Naturkatastrophen zusammen, das Erdbeben und der Tsunami. Daraufhin brach im ganzen Land die Infrastruktur zusammen. Eine Verkettung solcher außergewöhnlichen Naturkatastrophen ist für Deutschland nicht vorstellbar“, sagte Güldner. Die deutschen Reaktoren seien “auf alle möglichen Einwirkungen von außen ausgelegt, beispielsweise auf Erdbeben und Überflutungen“. Das Deutsche Atomforum wurde 1959 gegründet, um die friedliche Nutzung der Kernkraft zu fördern.

dpa

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