Aufständische ohne Strom

Kiew: Moskau kappt Stromversorgung für Rebellen

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Der selbst ernannten Volksrepublik Donezk sollen nach Angaben aus Kiew die Stromleitungen gekappt worden sein (Archivbild).

Kiew - Die Aufständischen sollen ihre Rechnung nicht bezahlt haben: Nach Angaben aus Kiew hat Russland vier Stromleitungen für die Rebellengebiete stillgelegt.

Russland hat nach Angaben aus Kiew die Stromversorgung für die Rebellengebiete im Osten der Ukraine gekappt. Der ukrainische Energieminister Wolodymyr Demtschyschyn sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am Dienstag, es seien "vier Leitungen" stillgelegt worden, die in "Gebiete außerhalb unserer Kontrolle führen". Grund dafür seien unbezahlte Rechnungen. Er bezog sich auf die Gebiete Luhansk und Donezk.

Russland liefert den Angaben zufolge über die gekappten Leitungen Strom im Wert von umgerechnet 12,7 Millionen Euro monatlich. Dieses Geld sei von den Aufständischen "bislang nicht bezahlt worden", sagte der Energieminister. Russland äußerte sich nicht zu den Informationen, auch von Seiten der prorussischen Rebellen gab es zunächst keine Reaktionen.

Der ukrainische Energieminister äußerte sich an dem Tag, an dem in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ein neues Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe geplant war, die sich um ein Ende des bewaffneten Konflikts zwischen Aufständischen und Regierungssoldaten in der Ostukraine bemüht. Die Gruppe besteht aus Vertretern Russlands, der Ukraine sowie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Auch Vertreter der Separatisten, die aber keine offiziellen Teilnehmer sind, sollten anwesend sein.

AFP

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