Koalition will Netzausbau beschleunigen

München - Kurz vor einem erneuten Spitzentreffen über die Zukunft der deutschen Energieversorgung zeichnet sich in der Koalition Einvernehmen über eine Beschleunigung des Stromnetzausbaus ab.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) stellte hinter einen Vorstoß aus dem Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) für ein Netzausbaubeschleunigungsgesetz. “Der beschleunigte Ausbau der Netze ist eine zentrale Voraussetzung zum Ausbau der erneuerbaren Energien“, sagte Röttgen der “Süddeutschen Zeitung“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Deshalb unterstütze ich die Initiative ausdrücklich.“

Die Eckpunkte für ein solches Gesetz, die Brüderle der Zeitung zufolge am Montag auch in Brüssel vorstellen will, sehen unter anderem einen einheitlichen Bundesnetzplan vor, der bestimmte Trassen für den Bau von Höchstspannungsleitungen reserviert. Auch schlägt das Wirtschaftsministerium einen finanziellen Ausgleichsmechanismus für Beeinträchtigungen vor, die Gemeinden beim Leitungsbau im Interesse des Gemeinwohls hinnehmen müssen.

Der Ausbau des Stromnetzes gilt als wichtig, um wachsende Mengen an Windstrom künftig zuverlässig von Nord nach Süd leiten zu können.

dapd

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