In gepanzertem Auto in Kolumbien verbrannt

Mordanschlag auf Bürgermeister-Kandidatin - kurz vorher verbreitete sie bereits die düstere Vorahnung

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In diesem Auto starb die Kommunalpolitikerin

Angreifer haben bei Bogotá eine Bürgermeisterkandidatin umgebracht. Sie saß in einem gepanzerten Auto. Zuvor hatte sie in einem Video über die Angst um ihr Leben gesprochen.

Update 12.09 Uhr: Wie kolumbianische Medien berichten, ist eine Belohnung von $150 Millionen kolumbianischen Pesos, umgerechnet knapp 40.000 Euro, ausgesetzt für Hinweise, die zu den Mördern von Karina García führen. Unterdessen gibt es weitere Bilder vom Tatort. 

Mordanschlag auf Bürgermeister-Kandidatin - kurz vorher verbreitete sie bereits die düstere Vorahnung

Suárez -  Die sechs Opfer hätten in einem gepanzerten Auto gesessen, als sie von Angreifern beschossen worden seien, sagte der Bürgerbeauftragte der Provinz Cauca der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit). Anschließend hätten die Täter das Auto in Brand gesetzt.

Demnach ereignete sich der Mordanschlag am Sonntagabend (Ortszeit). Unter den Todesopfern befanden sich die Bürgermeisterkandidatin Karina Garcia und ihre Mutter sowie ein Bewerber für den Stadtrat und drei weitere Menschen. Die Region um Suárez ist laut Rossi von Drogenschmuggel und illegalem Raubbau geprägt; immer wieder kommt es in diesem Zusammenhang zu Gewalt. 

Im folgenden Video hatte Karina García, die Gründe aufgeführt, warum sie dachte, dass ihr Leben in Gefahr sein könnte. Eine Woche nachdem sie das Video auf YouTube gepostet hatte, war sie tot. 

Mordanschlag in Kolumbien: Wer trägt die Verantwortung? 

Der kolumbianische Friedensbeauftragte Miguel Ceballos machte den Anführer einer paramilitärischen Gruppierung aus der Region, die sich von der Ex-Guerilla Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) abgespalten habe, für den Anschlag verantwortlich.

Die meisten Farc-Kämpfer hatten ihre Waffen nach dem historischen Friedensabkommen von 2016 niedergelegt. Das Abkommen beendete den 50-jährigen bewaffneten Kampf der Guerilla gegen den kolumbianischen Staat. Vergangene Woche kündigte Iván Márquez, die einstige Nummer zwei in der Hierarchie der Farc, in einem im Internet verbreiteten Video jedoch die Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfes an. Márquez und eine Reihe weiterer Ex-Rebellen werfen der Regierung in Bogotá vor, Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht einzuhalten.

AfP

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