Die tz stellt Parteien vor

Diese Kleinen wollen ins Münchner Rathaus

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Die Stadtratskandidaten der Piraten, Herbert Flammensbeck, Birgit Hoffmann und Thomas Ranft (v. l.), machen am Marienplatz mit ihren Pateifreunden Jörg Pfannschmidt, Veit Tamesh und Wolfgang Britzl Werbung für die Unterschriftenlisten.

München - Sieben Parteien und Gruppierungen bewerben sich bei den Kommunalwahlen erstmals um die 80 begehrten Sitze im Stadtrat, sieben Kandidaten wollen sogar Oberbürgermeister werden.

Rot, Schwarz, Grün, Gelb und Rosa sind schon ja schon mit SPD, CSU, Grünen, FDP und Rosa Liste im Stadtrat vertreten. Auch Linke, Freie Wähler, ÖDP, Bayernpartei sowie die Bürgerinitiative Ausländer Stop sorgen für Farbe im Rathaus. Doch nach den Kommunalwahlen am 16. März sieht das Stadtparlament vielleicht noch bunter aus. Sieben Parteien und Gruppierungen bewerben sich erstmals um die 80 begehrten Sitze im Stadtrat, sieben Kandidaten wollen sogar Oberbürgermeister werden. Im Gegensatz zu den Parteien, die schon im Stadtrat vertreten sind, müssen die Neulinge seit 17. Dezember für ihre erste Wahl vorab jeweils 1000 Unterschriften sammeln. Für einen Stadtrats-Sitz reichen bei der Wahl rechnerisch 1,2 Prozent, die OB-Kandidaten dürften jedoch aussichtslos sein. Wer die Neulinge unterstützen will, muss sich noch bis 3. Februar ins KVR, das Rathaus oder die Bürgerbüros begeben und dort ausweisen. Die tz stellt die Neulinge vor und berichtet, wie viele bis gestern für sie unterschrieben:

Alternative für Deutschland: Die Anti-Euro-Partei schickt den 40-jährigen Bank-Manager André Wächter ins Rennen.

Die Freiheit: Der Rechtspopulist Michael Stürzenberger ist Bundesvorsitzender und OB-Kandidat der Partei. Er war 2003/04 Münchner CSU-Sprecher.

Die Violetten: Sie sind eine bundesweite Partei, die für „mehr Spiritualität in der Politik“ stehen. Ihre OB-Kandidatin Silvia Röder arbeitet als „Schamanin“.

Wählergruppe HUT: Wolfgang Zeilnhofer-Rath (48) Sozialpädagoge, Kneipier und Schlosser tritt als OB-Kandidat der neuen Wählerguppe HUT an.

Partei der Vernunft: Ihr OB-Kandidat, der Journalist Oliver Janich (41), will München selbständig machen, die Steuern abschaffen und dafür eine 100-Euro-Flat einführen.

Die Piraten: Sie treten erstmals an, allerdings ohne OB-Kandidaten, da sie wissen, dass der wohl kaum ein Chance hätte.

Unabhängige Junge Liste: Sie wurde erst im Dezember gegründet und will mehr junge Leute in die Kommunalpolitik bringen. Ihr OB-Kandidat Sebastian Caputo (30) ist Fotograf und arbeitet im Marketing für Clubs.

Anti-Korruption-Reformation: Diese Gruppe hat sich nur für die OB-Wahl gemeldet, der Name ist unbekannt. Es hat auch bislang noch keiner unterschrieben.

Johannes Welte

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