OB-Kandidat bei Baskets: tz-Interview

Schmid sagt Unterstützung für 1860-Stadion zu

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OB-Kandidat Josef Schmid steht in der ersten Reihe. Links neben ihm seine Frau Natalie. Auf der rechten Seite: Ex-Kickboxerin Christine Theiss mit ihrem Mann Hans (CSU) – er wurde gerade neu in den Stadtrat gewählt.

München - CSU-Stichwahlkandidat Josef Schmid hat eine besonders angesagte Bühne für sich entdeckt: den Audi Dome der aufstrebenden Basketballer des FC Bayern München. Die tz sprach mit ihm.

Sehen und gesehen werden: Das gilt für Politiker insbesondere im Wahlkampf: Und da hat CSU-Stichwahlkandidat Josef Schmid eine besonders angesagte Bühne für sich entdeckt: den Audi Dome der aufstrebenden Basketballer des FC Bayern München.

Herr Schmid, am Ende hat sich der FC Bayern mit 98:84 gegen Würzburg durchgesetzt. Wie fanden Sie das Spiel?

Schmid: Total spannend! Und es hat mich ein wenig an meinen Wahlkampf erinnert: Es ging sehr gemächlich los, in der Zwischenzeit waren die Würzburger vorn, aber am Ende kam dann der FC Bayern ganz groß raus. Wenn es bei mir genauso läuft, ist es perfekt.

Waren Sie denn in jungen Jahren ein Basketballfan?

Schmid: Ich war eher der Handballer! Von der E- bis zur A-Jugend habe ich beim TSV Allach 09 gespielt, ich war Kreisläufer. Aber in der Schule habe ich auch zwei Jahre lang Basketball gespielt.

Und was ist mit Fußball?

Schmid: Wegen ihm bin ich heute Bayern-Mitglied. Das Spiel gegen Basel vergangene Saison hat mich so gepackt, dass ich nicht anders konnte. Für mich gehört 1860 aber genauso zu München, dieser Verein beschreibt auch ein Stück Stadtgeschichte. Wenn es ums neue Stadion geht, werde ich alles tun, was ein OB tun kann, um das zu unterstützen.

Beim tz-Quiz meinten Sie, der FCB hätte 36 Meisterschaften gewonnen. Wissen Sie jetzt die richtige Zahl?

Schmid: Da habe ich sauber zu hoch gelangt! Es sind (noch) 23. Und der Löwe ist 1966 Meister geworden. Sie sehen, ich hab’s mir gemerkt. Aber soll ich Ihnen mal etwas sagen?

Bitte!

Schmid: München ist nicht nur Fußball, wir brauchen mehrere Spitzensportarten. Das steht unserer Heimatstadt an, und wir haben bisher viel zu wenig gemacht.

Das Hallenproblem ist ja nicht zu übersehen!

Schmid: Absolut! Ich war ja bereits vor sechs, sieben Jahren dafür, dass wir ein Stadion für Basketball und Eishockey bauen. Da ist jetzt jahrelang nichts passiert, was kennzeichnend für die Politik in dieser Stadt ist. Sollte ich OB werden, werde ich das angehen.

Auch im Breitensport – bei Hallen und Sportplätzen – besteht akuter Handlungsbedarf!

Schmid: In der Tat, wir haben einen totalen Sanierungsstau. Auf Druck der CSU-Stadtratsfraktion hat sich auch die SPD mal dem Druck gebeugt und ein Sonderbudget zur Verfügung gestellt. Bei meiner Stadtteiltour bin ich auf vielen Plätzen schon in der Wasserlake gestanden.

Was kann man akut tun?

Schmid: Wir haben vor wenigen Monaten beantragt, dass wir ein Sonderprogramm auflegen, mit dem wir diese ganzen Kunstrasenplätze abarbeiten. Also ich würde da schon Geld lockermachen. Ein Philipp Lahm zum Beispiel, der kam ja auch von einem kleinen Verein, FT Gern, zum FC Bayern. Außerdem ist der Breitensport auch sozialpolitisch immens wichtig.

J. Carlos Menzel Lopez

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