Wer steckt dahinter?

Plakate überklebt! CSU erstattet Anzeige

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Ein Hut und ein Zettel bewirken, dass man Josef Schmid auf dem Plakat nicht sieht.

München - In Giesing haben Unbekannte Wahlplakate von CSU-OB-Kandidat Josef Schmid verunstaltet. Die neueste Masche: Die Plakate werden mit Botschaften überklebt. Jetzt will die Partei Anzeige erstatten.

In München wird am 16. März gewählt, das merkt jeder, der derzeit durch die Straßen geht. Werbeplakate allerorten. Und gleichzeitig ist jetzt auch die Zeit der Sabotage von Wahlplakaten. Vor allem in Giesing haben in den vergangenen Tagen Unbekannte die Wahlplakate des OB-Kandidaten der CSU, Josef Schmid, mit Zetteln beklebt, die da lauten: „Wahlkampf ist, plakativ zu lügen.“ Plakate der grünen Mitbewerberin Sabine Nallinger und die des SPD-Kontrahenten Dieter Reiter wurden nicht überklebt – auch nicht die anderer Stadtratskandidaten etwa der Piraten.

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HUT-Sprecher: "Wir waren es nicht"

Nachdem die Plakate der OB-Kandidaten in den vergangenen Wochen schon mit Aufklebern versehen wurden, die einen Hut darstellen und somit der gleichnamigen Wählergruppe zuzuordnen wären, könnte man meinen, die Truppe des HUT-Kandidaten für die OB-Wahl, Wolfgang Zeilnhofer-Rath, könnte hinter den Zettel-Attacken stecken. Aber: „Wir waren es nicht“, sagt Maximilian Heisler, Listenzweiter von HUT, die übrigens auch nichts mit dem „Plakatsharing“ per Aufkleber zu tun haben wollen. „Wir erwägen selbst Strafanzeige“, sagt HUT-Sprecher Nikolaus Hoenning.

CSU-Sprecher: "Wir werden Strafanzeige erstatten"

Mit den HUT-Aufklebern konnte CSU-Kandidat Schmid noch leben, doch bei der anonymen Zettel-Kleberei platzt ihm die Hutschnur. Auch dass wie an der Wittelsbacherbrücke ständig Plakate umgetreten werden, ärgert seine Partei: „Die wiederholte Zerstörung und mutwillige Beschädigung von Plakaten und Plakatständern nehmen wir nicht hin. Da es sich um gezielte Attacken handelt, werden wir Strafanzeige erstatten“, sagt der Sprecher der Münchner CSU, Thomas Reiner. „Verschandelung, Zerstörung und Beschädigung von Plakaten und Plakatständern sind kein Kavaliersdelikt, sondern Sachbeschädigung. Wir setzen uns mit allen Mitteln des Rechts zur Wehr.“ Und doch muss Reiner zugeben: „Offensichtlich werden unsere Plakate mehr wahrgenommen, als die der Konkurrenz. Das freut uns.“

J. Welte

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