"Wir sind kompromissbereiter"

Reine Frauen-Liste bei den Wahlen in Grafrath

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Diese 16 Damen wollen am 16. März mit der Frauenliste Grafrath in den an die Macht.

Grafrath - 16 Frauen aus unterschiedlichsten Parteien wollen bei der Kommunalwahl am 16. März mit ihrer eigenen Liste an die Macht.

Wenn zwei sich streiten – freuen sich die Frauen! Weil sich die Herren an der Spitze der 3500-Seelen-Gemeinde Grafrath (Lkr. Fürstenfeldbruck) ständig zoffen und blockieren, wollen jetzt 16 Frauen aus unterschiedlichsten Parteien bei der Kommunalwahl am 16. März mit ihrer eigenen Liste an die Macht. „Es muss endlich wieder miteinander geredet werden“, sagt die Vorsitzende Andrea Seidl.

Der erste und der zweite Bürgermeister sind männlich, genauso elf der 16 Gemeinderäte – zu viel der männlichen Eitelkeit. „Uns geht es nicht um eine Frauenquote und wir sind auch keine Emanzen“, sagt die 45-jährige Floristin Seidl. Sie und ihre Bekannten von der Frauenliste Grafrath FLG hätten es vielmehr satt, dass es im Gemeinderat zu sehr um „Profilierungssucht“ gehe. Das zeige das Beispiel „Klosterwirt“: Seit Jahren blockierten sich Gegner und Befürworter einer Bebauung des Geländes. „Frauen sind einfach kompromissbereiter, wir haben eine andere Art, Probleme zu lösen.“

Dass es der FLG um Inhalte und nicht um Macht geht, zeigt allein die Tatsache, dass die Polit-Frauen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen kommen: von der CSU, den Grünen und kommunalen Gruppierungen. Die Frauen streben drei Sitze im Gemeinderat an. Übrigens: Keine der Damen ist mit einem der männlichen Gemeinderatsmitglieder liiert – so bleibt es auch in den Grafrather Haushalten friedlich.

nba

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