Drei sinnvolle Varianten

OB-Wahl: So funktioniert der Stimmzettel

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Satte 1,38 Meter ist der Wahlzettel für die Münchner Kommunalwahl 2014.

München - Die Wahl zum neuen Stadtrat sieht wegen des riesigen Stimmzettels zwar kompliziert aus, ist sie aber gar nicht. Die tz erklärt Ihnen die Regeln: Sie haben verschiedene Möglichkeiten!

Am leichtesten ist die Wahl zum neuen Oberbürgermeister: Jeder Wähler hat eine Stimme, einfach den Lieblingskandidaten auf dem kleinen Stimmzettel ankreuzen – fertig! Die Wahl zum neuen Stadtrat sieht wegen des riesigen Stimmzettels zwar kompliziert aus, ist sie aber gar nicht. Die tz erklärt Ihnen die Regeln: Sie haben verschiedene Möglichkeiten!

Die einfache Wahl

Wer schnell, einfach und sicher abstimmen will, kreuzt einfach ganz oben die Partei seiner Wahl an. Fertig! Achtung: Das Kreuz muss man wirklich bei der Partei in den Kreis machen, nicht beim Spitzenkandidaten.

Die genaue Wahl

Jeder Wähler kann sich auch seinen Wunsch-Stadtrat zusammenstellen: Weil in dem Parlament 80 Politiker sitzen, hat jeder wahlberechtigte Münchner 80 einzelne Stimmen. Die Wähler dürfen jedem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben – Profis nennen das Häufeln auch „Kumulieren“. Einfach handschriftlich „1“, „2“ oder „3“ in das Feld vor dem Politiker eintragen. Die Stimmen dürfen an Politiker aus allen Parteien verteilt werden – das ist „Panaschieren“. Achtung: Wer mehr als 80 Stimmen vergibt, wählt ungültig! Wer weniger verteilt, verschenkt Stimmen.

Die gemischte Wahl

Wer nicht alle 80 Stimmen einzeln vergeben mag, sondern nur bestimmte Politiker begünstigen will, hat noch eine Möglichkeit: Einfach zusätzlich eine Partei ankreuzen! Dann gehen die restlichen Stimme nicht verloren, sondern werden auf die angekreuzte Partei verteilt. Übrigens: Wer einzelne Kandidaten dieser Partei nicht mag, darf sie auch durchstreichen. Und: Die Stimmen für die einzelnen Politiker dürfen natürlich trotzdem gehäufelt und über alle Parteien verteilt werden. Die Wahl zum Bezirksausschuss funktioniert fast gleich – hier dürfen aber je nach Größe des Stadtteils 15 bis 45 Stimmen vergeben werden.

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