Schon versandte Wahlunterlagen

Rückrufaktion nach Briefwahl-Panne in Bamberg

Bamberg - 8000 Wähler sind in Bamberg von einer Rückrufaktion schon versandter Wahlunterlagen betroffen. Kandidaten hatten Stadtteile als Wohnort angegeben, die offiziell nicht existieren.

Die Stadt Bamberg hat nach einer Briefwahl-Panne eine Rückrufaktion für die bereits versandten Wahlunterlagen gestartet. Insgesamt seien 8000 Briefwähler betroffen, teilte eine Bamberger Stadtsprecherin am Sonntagabend mit. Nicht betroffen von der Aktion seien Bürger, die bereits ihre ausgefüllten Stimmzettel an die Stadt gesandt hätten, schränkte die Sprecherin ein. „Diese Stimmen sind gültig“, unterstrich sie hinzu.

Falsche Berufsbezeichnung

Alle anderen Bürger sollten mit der Briefwahl abwarten, bis sie die korrekten Stimmzettel erhalten hätten. „Hier ist der Stadt ein Fehler unterlaufen“, räumte sie ein. Zu der Rückrufaktion habe sich die Stadt nach Beratungen mit dem oberfränkischen Regierungspräsidium am vergangenen Freitag entschlossen. Die Briefe für die Rückrufaktion sollen an diesem Montag versandt werden.

Außerdem müssen 50.000 reguläre Stimmzettel vernichtet und neu gedruckt werden. „Die bereits gedruckten rund 50.000 Stimmzettel kommen jetzt in den Reißwolf“, erklärte Siebenhaar.

Briefwahl: Das müssen Sie wissen

Hintergrund der Aktion seien unpräzise Angaben einiger Kandidaten zu Stadtteilen, in denen sie lebten. Sie hätten Bamberger Stadtteile genannt, die unter dieser Bezeichnung offiziell gar nicht existierten. Betroffen seien Angaben auf der CSU-Liste und der Liste des „Bamberger Bürgerblocks“, der derzeit mit fünf Kandidaten im Stadtparlament vertreten sei.

Außerdem sei die Berufsbezeichnung eines Kandidaten falsch. Wegen der großen Anzahl der Briefwähler habe sich die Stadt daher für die Rückrufaktion entschieden.

dpa

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