Nallinger mit der tz auf Stadttour

Ihr Bezahlbar-Plan: Jede 3. Wohnung bei der Stadt

+
Da möchte sie am liebsten Hand anlegen: Hier bauen Stadt und Genossenschaft für Alt und Jung!

München - Kann Sabine Nallinger (50) die Sensation schaffen? Die tz hat die Grünen-Kandidatin auf eine Stadttour zu den größten Problemstellen eingeladen, um herauszufinden, welche Visionen sie für bezahlbares Wohnen in der Stadt hat.

Stein auf Stein, der Wahlkampf wird bald fertig sein: Mit dem Wohnen und Bauen hat Sabine Nallinger von Anfang an für Furore gesorgt – bei den eigenen Mitgliedern, die sie bei der Kandidaten-Kür mit einem grandiosen Sieg über Bürgermeister Hep Monatzeder belohnten. Und bei den Genossen, die einen Eindringling im sozialdemokratischen Revier witterten!

Aktuelle Ergebnisse zur OB-Wahl finden Sie am Wahlabend hier!

Bei der Stadt-Tour zeigt sie der tz in Gern einen Neubau, wie er ihr gefällt: städtische Gewofag baut Hand in Hand mit der Wogeno-Genossenschaft, 126 Mehrgenerationen-Wohnungen für Alt und Jung, Arm und Reich, Familien und Singles. „Mein Traum ist, dass die Senioren auch mal auf die Kinder aufpassen“, sagt Nallinger. Als berufstätige Mutter kennt sie das Problem moderner Familien: Die Großeltern leben weit weg, da kann ein Husten der Kleinen den Familienfrieden gefährden, weil entweder Mama oder Papa daheim bleiben müssen und nicht zur Arbeit können. „Wie wollen wir leben?“, fragt sich Nallinger. „Nebeneinander oder miteinander?“ Warum muss jede Familie ein eigenes Gästezimmer haben (und bezahlen)? In solchen Anlagen könnte man sich auch eines wie ein Hotelzimmer teilen. Oder ein Büro. Oder ein großes Spielzimmer für die Kinder bei schlechtem Wetter.

Bezahlbar müssen die Wohnungen sein: Deswegen fordert Nallinger, dass Stadt und Genossenschaften künftig jede dritte Wohnung in München besitzen sollen – dafür müssten aber 74.000 Apartments neu entstehen! Bei den Kosten muss sich Nallinger bei ihrer Mitarbeiterin rückversichern – rund eine Milliarde Euro Eigenkapital wird nötig. Die Bau-Kredite finanzieren die Bewohner mit der Miete. „Ich halte das für gut angelegtes Geld.“

auch interessant

Kommentare