Nallinger mit der tz auf Stadttour

Neue U-Bahnen und Nachtverkehr - und viel kürzere Takte

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Sabine Nallinger hat kein Auto – und wenn sie nicht radelt, dann sind Bus, U-Bahn oder Tram ihr Fortbewegungsmittel

München - Kann Sabine Nallinger (50) die Sensation schaffen? Die tz hat die Grünen-Kandidatin auf eine Stadttour zu den größten Problemstellen eingeladen, um herauszufinden, welche Visionen sie für den öffentlichen Nahverkehr hat.

Klar, dass für eine Grünen-Politikerin, die beruflich Verkehrsplanerin ist, beim Thema Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) es vor Ideen nur so sprudelt. München und das Umland wächst von der Bevölkerung her unaufhaltsam – und deswegen ist laut Nallinger in allen Bereichen Handlungsbedarf geboten. Motto: ÖPNV vor Straßenbau – da auch die besten Tunnels nichts nützen, wenn die Stadt im Autoverkehr erstickt. Ihre Pläne:

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  • S-Bahn: „Das ist ja eine Angelegenheit des Freistaats Bayern. Wir dürfen als Stadt nur mitschnabeln“, betont Nallinger. Eine klare Meinung hat sie dennoch: „Die 2. Stammstrecke ist kein Allheilmittel, weil sie noch mehr Menschen ins Zentrum bringt, die da nur zum Umsteigen hinmüssen.“ Sie favorisiert den Südring und fordert: Was unabhängig von einer Lösung in der Stadt gemacht werden muss, ist ein zweigleisiger Ausbau auf den Außenästen, um eine Taktverstärkung auf 20 bzw. 10 Minuten zu schaffen.
  • U-Bahn: Auch hier setzt Nallinger auf Taktverdichtung – von 5 auf 2,5 Minuten. Ferner sieht sie neue Strecken nach Pasing, Freiham, Karlsfeld und Aschheim als sinnvoll. „Und wir brauchen auch Nachtlinien!“
  • Tram & Bus: „Es darf nicht sein, dass die Straßenbahnen im Nirgendwo enden“, sagt Nallinger. Sprich: Entweder Ringschluss oder Endstationen an U- und S-Bahnhöfen. Das Gleiche gelte natürlich für Buslinien. „Lange Tramlinien wie raus nach Freiham halte ich für ziemlich unattraktiv“, sagt sie. Günstigere, oberirdische U-Bahnen seien hier deutlich bessere Alternativen.
  • Ihr großer Traum: Eine Mobilitätskarte, die am Ende des Monats jeweils den günstigen Tarif abrechnet und Leihräder und Carsharing einschließt.

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