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Ticker: Seehofer lobt Wahlverlierer Schmid

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Gemeinsamer Auftritt im Wahlkampf: Münchens CSU-OB-Kandidat Josef Schmid (links) mit CSU-Chef Horst Seehofer.

München - Bayern hat gewählt. Die letzten Entscheidungen sind gefallen. Am Montag analysieren die Parteien das Stichwahl-Ergebnis und treten vor die Presse. Was am Tag danach passierte, können Sie im Ticker nachlesen.

+++ 19 Uhr +++ Damit beenden wir unseren Ticker für heute. Was am Montag alles passierte, können Sie unten noch mal nachlesen.

+++ 17.10 Uhr +++ Lob vom CSU-Chef für den Münchner Wahlverlierer. Merkur-Landtagskorrespondent Christian Deutschländer schreibt auf seinem Twitter-Account: "#Seehofer lobt #Schmid trotz Stichwahl-Niederlage in #München: "Er ist und war der große Hoffnungsträger." Auch keine Kritik an #Spaenle."

+++ 16.13 Uhr +++ Miesbachs Noch-Landrat Jakob Kreidl (CSU), der sich nach zahlreichen Skandalen aus dem Wahlkampf zurückgezogen hatte, hat seinem Nachfolger, dem Grünen-Politiker Wolfgang Rzehak gratiuliert. Hier lesen Sie, was Kreidl seinem Nachfolger schrieb.

+++ 16.03 Uhr +++ Die rot-grüne Koalition hat keine Mehrheit im Münchner Stadtrat mehr.  Eine Kleinauflage der Berliner Großen Koalition wird es in der Landeshauptstadt voraussichtlich nicht geben. Hier erfahren Sie, mit wem die SPD zusammen regieren könnte.

+++ 15.55 Uhr +++ Bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Wahl zum Münchner Oberbürgermeister äußerte sich Dieter Reiter (SPD) auch zu seiner Beziehung zum FC Bayern und zu Ex-Präsident Uli Hoeneß. Reiter betont: "Als Freund habe ich ihn nie bezeichnet."

+++ 14.45 Uhr +++ Trotz der für die Freien Wähler enttäuschend verlaufenen Landrats-Stichwahlen zieht Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger eine positive Bilanz. „Ich bin unter dem Strich zufrieden“, sagte Aiwanger am Montag. Die Freien Wähler hatten im ersten Wahlgang vor zwei Wochen in den Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten Mandate hinzugewonnen. Bei den Stichwahlen am Sonntagabend aber verfehlten die Freien Wähler ihr Ziel, mehr Landrats-Posten zu gewinnen. Stattdessen verloren sie einen Landkreis und stellen nun noch 13 Landräte.

„Ich habe den Eindruck, dass die Ergebnisse regional sehr verschieden sind“, sagte Aiwanger. Er hob die Landkreise Landshut und Regensburg hervor, in denen die Freien Wähler sowohl die Landratswahlen gewannen als auch inzwischen jeweils knapp die Hälfte der Bürgermeister stellten. Bei den Bürgermeister-Stichwahlen seien in etwa 50 Gemeinden Freie Wähler-Kandidaten angetreten und hätten etwa die Hälfte gewonnen. „Ich sehe mich nicht als Wahlverlierer“, sagte Aiwanger.

Die Freien Wähler seien dort erfolgreich gewesen, wo sie gut organisiert seien, sagte Aiwanger. „Wir werden an unseren Strukturen arbeiten.“ Auch der Wahlkampfetat spiele eine große Rolle. Die CSU habe überall hohe Etats zur Verfügung gehabt - der Freie Wähler-Chef vermutet, dass die CSU mancherorts 100.000 Euro ausgab. „Dort, wo wir Kandidaten hatten mit einem Budget von 50.000 Euro, haben wir gewonnen. Strukturen und die Wahlkampf-Budgets haben die Wahlen entschieden.“

+++ 14.36 Uhr +++ Tritt Rasta-Kandidat Tobias Kalbitzer in sechs Jahren nochmals in Schongau als Bürgermeister-Kandidat an?  Auf diese Frage angesprochen, sagt er im Video-Interview mit merkur-online.de: "Sechs Jahre ist eine lange Zeit. Da möchte ich jetzt noch nicht 'ja' sagen, möchte ich aber auch nicht 'Nein' sagen. Schau mer mal!" Auf seiner Facebook-Seite "Karl-Heinz Rumgedisse" schrieb er in der Nach auf Sonntag: "Demokratie ist so... Freunde die Verlierer sagen das gern, aber jetzt geht's erst richtig los! Ich bin so unfassbar stolz!"   

+++ 13.32 Uhr +++ Die leidgeprüfte bayerische SPD hat die Kommunalwahlen trotz vieler Niederlagen als Erfolg gewertet. SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen hob am Montag in München zwei Punkte hervor: Die Siege bei den Stichwahlen in München, Regensburg und Erlangen sowie überraschende SPD-Erfolge in kleineren Städten, die über Jahrzehnte hinweg von der CSU dominiert wurden. Kohnen nannte als Beispiele Dachau, Garmisch-Partenkirchen und Vilshofen. „Diese Kommunalwahl hat ganz klar eine landespolitische Bedeutung: Bayern ist bunt.“

+++12.36 Uhr+++ Im Hinblick auf mögliche Koalitionsverhandlungen appelliert der Münchner SPD-Chef Hans-Ulrich Pfaffmann an die kleinen Parteien, sich ihrer Verantwortung zu stellen. 

+++ 12.20 Uhr +++ Wahlsieger Dieter Reiter erklärt auf der SPD-Pressekonferenz, dass er noch keine Koalitionsverhandlungen geführt habe. "Heute Nacht um vier Uhr ging das ja wohl schlecht", scherzte er. Zur Frage, ob Sabine Nallinger von den Grünen oder Chrstine Strobl (SPD) zweite Bürgermeisterin in München werden sollte, sagte Reiter: "Ich habe eine Präferenz, aber die verrate ich noch nicht. Zunächst soll es um Inhalte gehen, dann um Posten." Das berichtet Merkur-Redakteur Felix Müller von der PK.

+++ 12.14 Uhr +++ "Wahlverlierer Josef Schmid will weiter Fraktionsvorsitzender der #CSU im Stadtrat #München bleiben." Das twittert Mike Schier vom Münchner Merkur.

+++ 11.55 Uhr +++ So hat Bayern gewählt: Eine Übersicht mit den wichtigsten Bürgermeister- und Landratsentscheidungen finden Sie hier

+++11.23 Uhr +++ Merkur-Redakteur Felix Müller berichtet von der SPD-Pressekonferenz. Wahlsieger Dieter Reiter verrät: "Ich hatte drei Stunden Schlaf." Zur eigenen Bekanntheit sagt der neue Münchner Oberbürgermeister: Zu Beginn sei er auf der Straße ja eher der "anonyme Rosenkavalier" gewesen.

+++ 11.05 Uhr +++  Die bayerischen Grünen gehen nach ihren Erfolgen bei den Kommunalwahlen gestärkt und höchst zuversichtlich in die nächsten Wahlkämpfe. „Das gibt uns Rückenwind für die kommenden Wahlen“, sagte die Grünen-Landesvorsitzende Sigi Hagl am Montag der dpa in München mit Blick auf die Europawahl Ende Mai. Aber auch für anstehende Wahlen in anderen Bundesländern bedeute das bayerische Grünen-Resultat enormen Auftrieb. „Das ist für die Grünen ein Schub.“

+++ 10.20 Uhr +++ Die Grünen stellen nach der zweiten Runde der Kommunalwahlen vierzehn Bürgermeister in Bayern - sechs mehr als bisher. Das sagte ein Parteisprecher am Montag in München. Allein drei Bürgermeisterposten gewannen die Grünen im näheren und ferneren Münchner Umland. Grüne Bürgermeister gibt es nun in Pullach, Grafing und Schondorf am Ammersee.

+++ 10.06 Uhr +++ Eine der wohl engsten Entscheidungen der Kommunalwahl gab es im oberpfälzischen Obertraubling bei Regensburg. Dort setzte sich am Sonntag Rudolf Graß von den Freien Wählern mit nur zwei Stimmen Vorsprung gegen seinen Kontrahenten Jürgen Hofer (CSU) durch. Auch die zweite Stimmenauszählung änderte nichts an dem Ergebnis. Insgesamt erzielte Graß 1783 Stimmen, Hofer kam auf 1781 Stimmen. Im ersten Wahlgang hatte der CSU-Mann noch knapp vorne gelegen.

+++ 9.40 Uhr +++ Mittlerweile gibt es auch Zahlen, wie die einzelnen Münchner Stadtviertel gewählt haben. Die "Rote Schneise" von Dieter Reiter ist noch breiter geworden. Alle Zahlen aus den Stadtteilen finden Sie hier.  

+++ 9 Uhr +++ Nach der zweiten Runde der Kommunalwahlen wollen die Parteien Bilanz ziehen. Der neue Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und viele andere Politiker werden bei Pressekonferenzen ihre Sicht des Wahlabends präsentieren.

+++ 8.45 Uhr +++ Die CSU hatte bei den Stichwahlen bittere Niederlagen in mehreren Städten erlitten und dafür ihre Dominanz auf dem Land ausgebaut. Die Christsozialen verloren am Sonntagabend zwar vier der fünf wichtigsten Oberbürgermeister-Stichwahlen, gewannen aber dafür in 14 von 18 Landkreisen. Die CSU stellt damit nun 50 der 71 bayerischen Landräte - fünf mehr als bisher.

+++ 8.40 Uhr +++  Die Freien Wähler regieren nach eigenen Angaben künftig in 13 Landkreisen - das ist einer weniger als bisher. Die Grünen gewannen erstmals zwei Landräte. Die Landesvorsitzende Sigi Hagl nannte das einen „historischen Abend“. Die SPD verlor fünf Landkreise an die CSU und stellt nun nur noch sechs Landräte in Bayern. In Oberbayern - dem größten und bevölkerungsreichsten bayerischen Regierungsbezirk - gibt es nun keinen SPD-regierten Landkreis mehr. Die Sozialdemokraten gewannen aber das bundesweit beachtete Prestigeduell um die Macht im Münchner Rathaus.

Bilder von den Stichwahlen aus München und Bayern

Bilder von den Stichwahlen aus München und Bayern

+++ 8.15 Uhr +++ Die SPD eroberte die OB-Sessel in den bisher CSU-regierten Großstädten Regensburg und Erlangen. In Ansbach bezwang die parteilose Oberbürgermeisterin Carda Seidel ihren CSU-Herausforderer. Aber in Würzburg gewann der CSU-Kandidat Christian Schuchardt - der Hesse wird der erste Oberbürgermeister einer bayerischen Großstadt mit CDU-Parteibuch. Wahlverlierer war Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger. Sein Ziel waren Siege in fünf der neun Stichwahlen mit Freie Wähler-Kandidaten. Doch gewannen die Freien nur zwei Landkreise: In Regensburg setzte sich Aiwangers Lebensgefährtin Tanja Schweiger gegen ihren CSU-Gegenkandidaten durch, in Garmisch-Partenkirchen gewann der FW-Mann Anton Speer.

mit Material von dpa

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