CSU-Mann will TV-Duell

Stichwahl: Jetzt mischt Josef Schmids Frau Natalie mit

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Natalie Schmid macht jetzt mobil.

München - Die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt in München verspricht Hochspannung. Jetzt fordert Josef Schmid (CSU) seinen Mitstreiter Dieter Reiter (SPD) zu einem TV-Duell auf. Und auch Schmids Frau Natalie mischt mit.

Josef Schmid lässt sich nach dem ersten Wahlgang feiern.

Jetzt will es Josef Schmid (44, CSU) wissen. Er möchte vor der Stichwahl (30. März) ein TV-Duell gegen seinen Konkurrenten Dieter Reiter (55, SPD) austragen. Allerdings lässt Schmid die Forderung zum Zweikampf Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle (52) vortragen. Der sagt: „Die Menschen in der Stadt haben einen Anspruch darauf zu wissen, was Josef Schmid als Oberbürgermeister und sein Gegenkandidat Dieter Reiter vorhaben. Deswegen fordern wir Dieter Reiter zu einem TV-Duell auf.“

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Reiter ist aber dagegen. „Mehr als 20 Kandidaten-Debatten müssen reichen und haben ja nicht gerade zu einer hohen Wahlbeteiligung beigetragen“, lässt er ausrichten. Alle inhaltlichen Positionen seien ausgetauscht, er wolle nur noch direkt mit Bürgern reden. Wird also wohl nix mit dem TV-Duell.

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Schmid schaltet derweil auf Attacke, wirbt um grüne Wähler: „Dass Rot-Grün schon über eine Weiterführung des jetzigen Bündnisses redet, klingt für mich so, als wenn es schon darum geht, welche Partei welche Posten kriegt.“ Er stehe für offene Ausschreibungen. Und: „Die Grünen werden noch andere Dinge für nötig halten, wenn der OB Josef Schmid heißt.“ Er werde erst nach der Stichwahl Gespräche mit anderen Parteien führen. Seine Präferenz gelte den Grünen: „Aber nicht wegen einer Koalition, sondern wegen einer reinen Sachzusammenarbeit.“ Er habe bei den Grünen noch eher eine Bereitschaft zu einem Neuanfang ausgemacht als bei der SPD.

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Jetzt muss Natalie ran

Als potenzielle First Lady mischt Natalie Schmid, die Ehefrau des CSU-Kandidaten Josef Schmid (44), kräftig im Wahlkampf mit. In einem neuen Radio-Spot, der seit Dienstag läuft, macht sie vor der Stichwahl mobil. Außerdem gibt’s einen Blog im internet – dort sagt sie zum Beispiel, wieso sie ihren Mann für den richtigen OB hält: „Er steht für Werte. Ich habe ihn geheiratet, weil ich gemerkt habe, dass man sich immer auf ihn verlassen kann.“ Er sei durchsetzungsstark, „weil er es sehr oft charmant schafft, meinen Dickkopf zu knacken.“

Natalie lächelt jetzt übrigens auch mit ihrem Mann von den neuen Wahlplakaten.

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J. Welte

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