Kalbitzer auf Facebook

Medienhype um Bier-exenden Bürgermeisterkandidaten

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Schongaus Bürgermeisterkandidat Tobias Kalbitzer hat mit seiner Teilnahme an einem Facebook-Trinkspiel Berühmtheit erlangt.

Schongau - Im Netz zu Berühmtheit hat es Schongaus Bürgermeisterkandidat Tobias Kalbitzer gebracht. In Unterhosen hat der 27-Jährige bei einem Trinkspiel auf Facebook mitgemacht.

Dass er derartige Berühmtheit erlangen würde, hätte Schongaus Bürgermeisterkandidat und Paradiesvogel Tobias Kalbitzer wohl nicht gedacht. Der 27-Jährige hat bei einem derzeit grassierenden Trinkspiel auf Facebook mitgemacht, worüber merkur-online.de zuerst berichtet hatte. Kalbitzer hatte in dem Facebook-Video seine Bürgermeister-Gegenkandidaten für die nächste Runde nominiert.

Davon abgesehen ist ein richtiger Medienhype um den Kommunalpolitiker der unabhängigen Wählergruppe „Karl-Heinz Rumgedisse“ ausgebrochen. So berichtet unter anderem das Onlineportal Bunte.de vom "exzentrischen" Lokalpolitiker aus Oberbayern, der "in ein Hemd, Krawatte und Boxershorts gekleidet" einen halben Liter Bier ext. 

Auch die Passauer Neue Presse hat sich Kalbitzers angenommen. "Bier exen: Bürgermeister-Kandidat dabei - in Boxershorts und Sakko" titelt sie online. Anfangs seien die Reaktionen zu der Aktion des Politikers auf Facebook fast durchweg positiv gewesen, doch dann sei Kalbitzer immer mehr Gegenwind entgegengeschlagen, schreibt die Zeitung.

"Habe gehofft, dass sich meine Gegner nicht lumpen lassen"

"Trinkfester Typ auf Facebook" - so bezeichnet Focus-Online Kalbitzer.Und geht auch auf die direkte Reaktion des Politikers auf den Bericht unseres Portals auf seiner Facebook-Seite ein. "Da ist er wieder, der verrückte Bürgermeisterkandidat!", hatte Kalbitzer dort gepostet.

Genauso wie der Focus verbreitet auch die Nachrichtenagentur "dpa" die Aktion Kalbitzers mit einer Meldung deutschlandweit.

Der Fernsehsender Sat1 schickte sogar extra ein Kamerateam nach Schongau, um einen Beitrag über Kalbitzer zu drehen. Mit "Social Beer Wettkampf in Bayern" ist der Beitrag überschrieben.Wahlkampf auf die andere Art sei der Fall in Schongau, so Sat1. Und Kalbitzer irgendwie "kein typischer Bürgermeisterkandidat".

Der 27-Jährige mit den langen blonden Dreadlocks hatte in Unterhosen bei dem virtuellen Trinkspiel im sozialen Netzwerk mitgemacht - sogar dreimal in Folge. Bei dem Bier-Trend geht es darum, einen halben Liter Bier vor der Kamera zu exen und das Video anschließend auf Facebook zu posten.

Ein jeder Kandidat, der das Spiel erfolgreich absolviert hat, nominiert drei weitere mögliche Teilnehmer. Sie sind aufgefordert, innerhalb von 24 Stunden ebenfalls ein Video vom Bier-Exen hochzuladen.

Kalbitzer hatte in diesem Zuge seine Bürgermeister-Gegenkandidaten Robert Stöhr (CSU), Falk Sluyterman (SPD) und Ralf Alexander Schnabel (UWV) für die nächste Runde nominiert. "Man redet ja immer von Wahlkampf und im Wahlkampf bin ich jetzt vorweggegangen und hab natürlich gehofft, dass meine Gegner da mitziehen und sich nicht lumpen lassen", sagte Kalbitzer zu Sat1.

"Bürgermeisterkandidat kann nicht bei Trink-Lawine mitwirken"

Auch seine Gegenkandidaten kommen in dem Beitrag zu Wort: "Ich liebe eigentlich auch den Wettbewerb", sagte Ralf Alexander Schnabel (UWV). Es sei aber eher der sportliche Wettkampf, der ihn reize.

Anstelle von CSU-Kandidat Robert Stöhr äußerte sich der Schongauer Ortsvorsitzende der Partei, Michael Eberle. "Ich bin froh, dass unser Kandidat, der Robert Stöhr, die Aktion abgelehnt hat", meinte er. "Er sagt, als Lehrer und als Bürgermeisterkandidat, da muss man soziale Kompetenz zeigen und kann nicht bei so einer Trink-Lawine mitwirken."

SPD-Kandidat Falk Sluyterman äußerte sich nicht vor der Kamera.

Öffentliches Interesse hat Tobias Kalbitzer mit seiner Aktion schonmal sicher auf sich gezogen. Ob er demnächst auch den Bürgermeistersessel in Schongau bekleiden wird, das wird sich nach den Wahlen im März zeigen.

wei

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