Ex-Superminister im Senegal geht gegen Korruptionsurteil vor

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Der ehemalige senegalesische Präsident und Vater des Angeklagten: Abdoulaye Wade. Foto: Nic Bothma/Archiv

Dakar (dpa) - Der frühere Superminister im Senegal, Karim Wade, hat Berufung gegen seine Verurteilung wegen Korruption angekündigt.

"Wir werden den Fall an das höchste Gericht weiterleiten, weil wir die Rechtmäßigkeit des Urteils anzweifeln", sagte Seydou Diagne, einer der Anwälte, am Dienstag. Der Sohn des ehemaligen Präsidenten Abdoulaye Wade war am Montag wegen Korruption zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Zudem muss der Politiker 138 Milliarden CFA-Franc (210 Millionen Euro) Strafe zahlen.

Der 46-Jährige war vor zwei Jahren unter dem Verdacht festgenommen worden, Staatsgelder in Höhe von 178 Millionen Euro abgezweigt zu haben. Seither ist er im Gefängnis und muss dort auch bleiben, bis das höchste Gericht über seinen Fall entscheidet.

In der Regierung seines mittlerweile abgesetzten Vaters war Wade Superminister. Er leitete mehrere finanzstarke Ressorts, darunter die Ministerien für Entwicklungszusammenarbeit, Luftfahrt, Infrastruktur und Energie. Die Vorwürfe hatte er aber immer zurückgewiesen. Zudem hat er weiter politische Ambitionen und hofft, 2017 bei der Präsidentschaftswahl antreten zu können.

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