Kranke Ex-RAF-Terroristin Eckes soll in Beugehaft

Stuttgart - Trotz einer Erkrankung soll die ehemalige RAF-Terroristin Christa Eckes in Beugehaft. Damit soll sie zu einer Aussage im Mordfall Buback gezwungen werden.

Wie das Oberlandesgericht Stuttgart am Dienstag bestätigte, erhielt Eckes eine Ladung zum Antritt der Beugehaft in das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg (Baden-Württemberg). Nach Angaben ihres Anwalts ist Eckes an Leukämie erkrankt und befindet sich seit Anfang September in stationärer Behandlung.

Nach dem Beschluss des OLG soll Eckes über Gespräche mit der Ex-Terroristin Verena Becker berichten, die in Stuttgart wegen ihrer möglichen Beteiligung am Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback im April 1977 angeklagt ist. Bei einer Vernehmung durch einen Richter im Krankenhaus hatte sich Eckes auf ein Recht zur Auskunftsverweigerung berufen.

Das OLG geht jedoch davon aus, dass Eckes im Gegensatz zu anderen ehemaligen RAF-Terroristen kein Auskunftsverweigerungsrecht zustehe, da sie nicht Gefahr laufe, sich selbst zu belasten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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