Ex-Kripo-Mann sagt bei NSU-Prozess aus

Ermittler erinnert sich kaum an Zschäpe-Vernehmung

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Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, (2. v. li.) bespricht sich mit ihren Anwälten am Dienstag vor Verhandlungsbeginn am Oberlandesgericht in München.

München - Ein ehemaliger Kripo-Ermittler hat sich im Münchner NSU-Prozess nur vage an eine Vernehmung von Beate Zschäpe vor 18 Jahren erinnern können.  

Er habe kein Bild mehr von ihr im Kopf, sagte der inzwischen pensionierte Thüringer am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München. Allerdings wisse er noch, dass es damals um eine Puppe gegangen sei, die Unbekannte an einer Autobahnbrücke platziert hatten. An der Puppe war ein Judenstern angebracht, zudem war auch eine Bombenattrappe aufgestellt gewesen.

Als Täter verdächtigte die Polizei damals, 1996, Uwe Böhnhardt. Knapp zwei Jahre danach waren Böhnhardt, Zschäpe und ihr Komplize Uwe Mundlos in den Untergrund abgetaucht. In den folgenden Jahren soll das Trio nach Überzeugung der Anklage zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge verübt haben. Am Nachmittag wollte das Gericht einen weiteren Kripo-Beamten vernehmen.

dpa

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