Kritik am Festhalten von Kohlekraftwerken

Berlin - Mit der Energiewende sollen alternative Energien gestärkt werden. Doch die Bundesregierung hält an der Nutzung der Kohleenergie fest. Das stößt vor allem bei den Grünen auf Kritik

Im Rahmen der Energiewende habe die Regierung "das Ganze so gestaltet, dass die Braunkohlekraftwerke weiterhin volle Kanne fahren können", sagte Hofreiter am Montag dem Sender n-tv. Das heißt, "sie hat das Gegenteil von dem gemacht, was sie jetzt unter dem Eindruck des IPCC-Berichts behauptet machen zu wollen", warf Hofreiter Union und SPD mit Blick auf den am Sonntag veröffentlichten neuen Bericht des Weltklimarats vor.

Auch der Kieler Klimaforscher Mojib Latif rief dazu auf, der Energiegewinnung durch Kohle Einhalt zu gebieten. "Das ist schließlich der Klimakiller Nummer eins", sagte Latif im Bayerischen Rundfunk. Der Weltklimarat hatte in seinem Bericht auf die weltweit weiter steigenden Treibhausgasemissionen hingewiesen. Auch in Deutschland hat der CO2-Ausstoß zuletzt wieder zugenommen, vor allem aufgrund des steigenden Anteils der Kohleverstromung.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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