Künast und Wolf als Wowereit-Herausforderer nominiert

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Renate Künast (Die Grünen) tritt gegen Wowereit an.

Berlin - Die Herausforderer von Berlins Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) bei der Abgeordnetenhauswahl im September stehen fest.

Am Samstag nominierten die Grünen die Bundestagsfraktionschefin Renate Künast offiziell zur Spitzenkandidatin. Die 55-Jährige erhielt bei einer Mitgliederversammlung des Landesverbands 91,3 Prozent der Stimmen.

Künast zeigte sich überzeugt, dass die Grünen nach der Abgeordnetenwahl am 18. September den Regierungschef stellen werden: “Wir werden so stark werden, dass die Berliner uns das Steuer in die Hand drücken.“ Nach den jüngsten Umfragen sind die Grünen mit 28 Prozent derzeit stärkste Kraft in Berlin, die SPD erhielte 26.

Künast kündigte einen harten Wahlkampf an: “In diesem Wahlkampf wird es nicht mehr Bussi-Bussi geben.“ Der Senat habe in den vergangenen neun Jahren keines der drängenden Probleme bei Klimaschutz, Wirtschaft und Bildung gelöst und alles auf 2012 vertagt. “Die Menschen wollen, dass wir Verantwortung übernehmen und dass wir die Probleme anpacken.“

Die Berliner Linke zieht mit Wirtschaftssenator Harald Wolf an der Spitze in den Wahlkampf. Eine Vertreterversammlung wählte am Samstag den 54-Jährigen mit 89,9 Prozent zum Spitzenkandidaten. Der Diplom-Politolog führt seit August 2002 das Ressort für Wirtschaft und Frauen im rot-roten Senat der Hauptstadt. Wolf war bereits 2006 Spitzenkandidat seiner Partei. Damals musste die Ex-PDS fast eine Halbierung ihrer Stimmen auf 13,4 Prozent hinnehmen. Derzeit erreicht die Linke in Umfragen 15 Prozent. Für eine dritte rot-rote Koalition würde das nach der Wahl nicht reichen.

Die CDU hatte schon im Februar ihren Landes- und Fraktionschef Frank Henkel zum Spitzenkandidaten gekürt. Sie rangiert in der jüngsten Umfrage bei 21 Prozent. Die FDP nominierte am Freitagabend ihren Landes- und Fraktionsvorsitzenden Christoph Meyer. Die Liberalen liegen in Umfragen bei 3 Prozent und würden damit den Wiedereinzug ins Landesparlament verpassen.

dpa

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