Bayrische Landtagswahl 2018

Neueste Prognosen: Grüne haben wohl bald bayrische Großstadt-Stimmkreise in der Hand 

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Die Spitzenkandidaten der Grünen, Katherina Schulze und Ludwig Hartmann, haben Grund zu feiern - laut Umfragen könnten sie Teile der bayrischen Großstädte in der Hand halten. 

Die bayrischen Grünen haben Grund zu feiern: Neueste Prognosen deuten auf eine Umfärbung der Großstadt-Stimmkreise hin - vor allem in München.

München - Der Wahlsonntag wird mit Spannung erwartet: Wie viel wird die CSU verlieren? Können die Grünen tatsächlich so hohe Zugewinne verzeichnen, wie erwartet? Aktuelle Prognosen können vorab schon einmal ein Bild zeichnen. Besonders spannend sind hierbei die voraussichtlichen Daten der Erststimmen in den bayrischen Stimmkreisen. Die Seite wahlkreisprognose.de stellt hierzu einige Auswertungen zur Verfügung, die aktuellste stammt vom 05. Oktober. 

CSU in den ländlichen Stimmkreisen vermutlich weiterhin stärkste Kraft

Die CSU rutscht in den Umfragen zur Landtagswahl immer weiter ab, die absolute Mehrheit scheint unerreichbar. Trotz dieser für CSU-Verhältnisse schlechten Umfrageergebnisse, bleibt wohl die Mehrzahl der Direktmandate in der Hand der Christlich-Sozialen. Einige wenige Ausnahmen ausgenommen, wird die CSU vermutlichen in den meisten Stimmkreisen mit einem Vorsprung zwischen sechs und zwölf Prozent stärkste Partei werden. 

So könnte der Stimmkreis Forchheim an die Freien Wähler fallen, in Erlangen-Stadt und Würzburg-Stadt dürften die Grünen knapp stärkste Partei werden.

Werden die großen Städte Bayerns grün?

Einen durch die Grünen verursachten Erdrutsch dürfte die CSU in den bayrischen Städten erwarten - vor allem in München. Laut den Werten von wahlkreisprognose.de, wird der Wahlkreis München-Mitte mit großem Vorsprung an den Grünen-Spitzenkandidaten Ludwig Hartmann gehen, auch Schwabing könnte mit zweistelligem Vorsprung an Christian Hierneis und die Grünen gehen. Wenn auch mit etwas weniger Vorsprung, aber doch mit einem Direktmandat dürfte München-Giesing an die Grünen fallen.

Ebenso könnte laut der Auswertung Nürnberg-Nord mit Markus Ganser grün werden. In den zwei Augsburger Stimmkreisen werden die Grünen zwar eher kein Direktmandat erzielen können, jedoch wird der Vorsprung der CSU im Kreis Augsburg-Stadt/Ost wahrscheinlich schrumpfen.

Wie entstehen solche Landtagswahl-Prognosen?

Wie die Website wahlprognosen.de auf ihre Werte kommt, erklärt sie selbst in einem kurzen Beitrag auf ihrer Seite. Fünf Faktoren wären entscheidend für die Erstellung einer Prognose: 

  • Gesellschaftliche Trends wie Ergebnisse von Repräsentativumfragen
  • Die Sozialstruktur in den Wahlkreisen (Alter, Geschlecht, Beruf, etc.)
  • Die historische Entwicklung früherer Wahlergebnisse
  • Stimmensplitting (inwiefern das Wahlverhalten von Erst- und Zweitstimmen der Parteien variiert) im Vergleich mit früheren Ergebnissen
  • Milieubindung und Mobilisierungsgrad (z.B. Gibt es ein Stad/Land-Gefälle?)

Zu beachten gilt jedoch noch immer: Solche Prognosen sind und bleiben das, was sie eben sind. Prognosen. Die wirklichen Ergebnisse werden erst die Wahl am Sonntag ans Licht bringen.

Lesen Sie auch: Landtagswahl 2018 in Bayern: Regionale Ergebnisse aus dem Freistaat

Wo muss man wählen - und wie kann man es bei der Landtagswahl in Bayern ändern?

mef

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