KVR-Sondertruppe schwitzt

Die Qual der Wahl: Noch mehr Briefwahl-Anträge

+
Im Kreisverwaltungsreferat werden die Briefwahlunterlagen der Münchner bearbeitet.

München - Sie tüten ein, sie kleben zu, sie verschicken – alles im Akkord und alles mit zusätzlichem Personal. Im Kreisverwaltungsreferat (KVR) schwitzen sie gehörig.

So viele Münchner Bürger haben Briefwahl-Unterlagen beantragt. Geht es nach diesen Anträgen, dann zeichnet sich bei den Landtagswahlen am kommenden Wochenende und bei den Bundestagswahlen eine Woche später eine Rekordbeteiligung ab. Tatsache: Noch nie haben so viele Münchner die Briefwahl beantragt wie heuer.

Bis Mittwochvormittag um zehn Uhr waren es schon 249 360 Münchner, die ihre Stimme lieber per Brief als vor Ort abgeben wollen. Noch mal fast 10 000 mehr als am Vortag! Bei der Landtagswahl 2008 waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 137 000 Anträge gewesen. Das KVR hatte heuer nur 200 000 Briefwahlunterlagen drucken lassen, die schnell vergriffen waren. Bis neue geliefert waren, dauerte es.

Wahl-O-Mat: Testen, welche Partei am besten zu mir passt!

„Ja, wir haben uns verschätzt“, so Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle. Allerdings sei München in guter Gesellschaft. Auch andere Kommunen seien überrannt worden. Bei der Bundestagswahl zeichnet sich ebenfals ein Rekord ab: Bis gestern beantragten 238 876 Münchner die Briefwahl, 2009 waren es zum gleichen Zeitpunkt nur rund 188 000.

Immerhin, ein bissl aufatmen darf Blume-Beyerle trotzdem: „Ich bin froh, dass die beiden Wahlen nicht an einem Tag stattfinden, das wäre eine noch viel gewaltigere Herausforderung gewesen.“

Johannes Welte

Auch interessant

Kommentare