Laufen Merkel die Berater weg?

Angela Merkel
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Kanzlerin Angela Merkel.

Berlin - Erst gehen Angela Merkel gleich mehrere Unions-Ministerpräsidenten verloren. Jetzt könnte es sein, dass wichtige Berater im Kanzleramt nacheinander den Hut nehmen.

Spekuliert wird in Medien über einen Wechsel von Merkels Wirtschaftsberater Jens Weidmann (42) zurück in die Bundesbank. Fest steht, dass Europa-Experte Uwe Corsepius (50) als Generalsekretär der EU-Staaten in diesem Jahr nach Brüssel geht. Sollten beide ziehen, bliebe von den Top-Beratern nur Außen-Fachmann Christoph Heusgen (55).

Das Trio ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt, zieht aber entscheidende Strippen im Hintergrund der Regierungszentrale. Die Kanzlerin kann sich auf ihre Expertentruppe verlassen. Die Berater sind bei internationalen Reisen fast immer an ihrer Seite. Manchmal reicht schon ein Blick von Merkel, dann helfen ihr die Experten bei Details. Entscheidend sind vor allem die strategischen Tipps, die sie der Kanzlerin geben. Sie haben noch etwas gemeinsam: Alle drei sind studierte Volkswirte oder Ökonomen.

Merkels Mimik

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Bundeskanzlerin Angela Merkels Mimik
Angela Merkel ist seit dem 22. November 2005 unsere Bundeskanzlerin. © dpa
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Sie ist nicht nur eine mächtige Politikerin, ... © dpa
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... sondern auch eine sympathische Frau. © dpa
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Sie weiß, wie sie sich optisch in ein gutes Licht rückt. © dpa
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Das war nicht immer so. © dpa
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Doch in den letzten Jahren hat sie es nicht zuletzt mit Hilfe fähiger Stilberater geschafft, ihr Image aufzuhübschen. © dpa
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Sie ließ sich eine pfiffige Frisur schneiden ... © dpa
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... und trug immer wieder schicke Klamotten. © dpa
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Politisch konzentriert sie sich dennoch aufs Wesentliche. © dpa
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Frau Dr. Merkel ist keine Frau großer Sprüche. © dpa
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Ihr Mundwerk entgleitet ihr eigentlich nie. © dpa
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Nur die Gesichtszüge das eine oder andere Mal. © dpa
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Aber ab und zu eine unfreiwillige Grimasse ... © dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkels Mimik
... macht Frau Dr. Merkel doch nur noch sympathischer. © dpa
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... macht Frau Dr. Merkel doch nur noch sympathischer. © dpa
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Außerdem: So ein Blick sagt doch manchmal mehr als 1000 Worte. © dpa
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Oder was sagen Ihnen diese Blicke? © dpa
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Eine geheime Botschaft für die Opposition? © dpa
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Eine Beschwerde über die Getränkeauswahl? © dpa
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Tolle Skulptur? © dpa
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Ein bisschen Langeweile? © dpa
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Man kann auch mal beide Augen zudrücken? © dpa
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Der politsche Alltag ist nicht nur dröge? © dpa
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Sondern manchmal auch sehr lustig? © dpa
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Und die eine oder andere Lachträne wert? © dpa
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Sind die Schuhe geputzt? © dpa
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Verhalten sich die Hintermänner unruhig? © dpa
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Was stand da noch gleich? © dpa
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Darf man Äpfel mit Birnen vergleichen? © dpa
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Muss man beim Gähnen immer eine Hand vor den Mund halten, oder tut's manchmal auch ein Mikro? © dpa
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Wie lange redet der denn noch? © dpa
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Manche Gedanken sollte man nicht aussprechen? © dpa
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Wonach riecht das nur? © dpa
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Darf nicht auch eine Kanzlerin mal durchschnaufen? © dpa
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Ist immer wieder schön hier in Bayern? © dpa
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Wer ist hier hinter Glas? Der Fisch oder die Kanzlerin? Alles eine Frage der Perspektive? © dpa
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Die Kanzlerin ist da, und keiner schaut sie an? © dpa
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Ein schlauer Plan? © dpa
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Huch? © dpa
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Genug der Gedankenspielereien! © dpa
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Der Fairness halber: Wer auf Schritt und Tritt verfolgt und so oft fotografiert wird, ... © dpa
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... der wird natürlich auch oft in unvorteilhaften Gesichtsausdrücken für die Nachwelt festgehalten. © dpa
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Am liebsten haben wir Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel natürlich nicht, wenn sie Grimassen zieht, ... © dpa
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... sondern wenn die Bundeskanzlerin als starke Frau Deutschlands unsere Nation im In- und Ausland würdig vertritt. © dpa

Die Arbeit von Wirtschaftsberater Weidmann war für Merkel besonders in der Finanz- und Wirtschaftskrise von großer Bedeutung. In enger Absprache mit Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen war Weidmann an den Verhandlungen über die Rettung des angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate beteiligt und schmiedete am Konjunkturprogramm der Regierung mit - auch an der Rettung von Opel wirkte er mit.

Die Gerüchte über einen Wechsel von Weidmann sind nicht neu. Schon seit einigen Monaten gilt der Abteilungsleiter für Wirtschaft und Finanzen, den Merkel 2006 von der Bundesbank nach Berlin geholt hatte, als Kandidat für einen Posten in Frankfurt. Dort läuft der Vertrag von Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler Ende Mai aus. Offiziell gibt es dazu keine Äußerungen im Kanzleramt oder im Bundespresseamt. Für den Posten hat der Bund das Vorschlagsrecht.

Weidmann ist für Merkel wegen der Schuldenkrise einiger Euro-Länder derzeit praktisch unverzichtbar. Dazu kommt, dass er die G8- und G20-Treffen der wichtigsten Wirtschaftsländer von deutscher Seite vorbereitet. Ob er wechselt oder erst später, ist aber noch unklar. Privat würde es ihm vermutlich gefallen, wieder in Frankfurt zu arbeiten, weil seine Familie im Umland lebt.

Corsepius, “Mister Europa“ im Kanzleramt, soll im Sommer Generalsekretär des EU-Ministerrats werden. Darauf hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU vor gut einem Jahr verständigt. Corsepius gilt als “Vater der Berliner Erklärung“ der EU-Staats- und Regierungschefs, um die wesentlichen Inhalte der europäischen Verfassung zu retten. Der Reformvertrag von Lissabon war die Folge. Heusgen, Merkels Außenberater, überlässt seinem Europa-Kollegen das EU-Feld, ist aber bei allen übrigen internationalen Themen gefragt. Bei Reisen ist er manchmal so etwas wie ein wandelndes Lexikon.

Wenn Politiker in Fettnäpfchen treten

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Mit dem Wechsel nach Brüssel ist Corsepius für Merkel aber nicht verloren, denn er besetzt eine Schaltstelle in Brüssel. Neben EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) hat Deutschland dann ein weiteres Spitzenamt auf europäischer Ebene inne, um personell stärker Flagge zu zeigen. Und auch der Draht zu Weidmann wäre für Merkel nicht gekappt, wenn er zur Bundesbank ginge. Doch ein Nachfolger müsste erstmal gefunden werden.

dpa

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