FDP-Ministerin stellt Westerwelle infrage

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Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vor einem Wahlplakat des Parteichefs Guido Westerwelle.

Passau - Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) schließt einen Rückzug Guido Westerwelles vom Amt des FDP-Bundesvorsitzenden nicht mehr aus.

Die Frage, ob Westerwelle nach den Wahlniederlagen in Stuttgart und Mainz als Parteichef weitermachen könne, gehöre “in den Kreis unserer Gesamtüberlegungen für ein Personaltableau“, sagte Leutheusser-Schnarrenberger am Dienstag der “Passauer Neuen Presse“.

Es habe bisher keine ausdrücklichen Festlegungen in den Gremien gegeben, sagte die Politikerin: “Wir haben im Moment eine offene Situation. Wir müssen in den Gremien auch mit den Landesvorsitzenden beraten. Man ist nie gut beraten, handstreichartig am Tag nach den Wahlen ein angeblich fertiges Konzept zu präsentieren."

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

Die enttäuschenden Ergebnisse seien nicht an einzelnen Personen festzumachen. “Der FDP muss insgesamt personell und inhaltlich eine Neuausrichtung auf dem Bundesparteitag im Mai gelingen“, sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende. “Wir müssen wieder Glaubwürdigkeit zurück gewinnen. Derzeit billigt man sie uns nicht zu.“ Die Jüngeren sollten mehr Verantwortung in der Partei übernehmen.

dapd

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