Außenminister bestätigt:

Libyscher Regierungschef Seidan wieder frei

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Ali Seidan

Tripolis - Der am Donnerstagmorgen verschleppte libysche Regierungschef Ali Seidan ist nach Angaben eines Ministers wieder frei.

Seidan sei mehrere Stunden nach seiner Entführung durch eine Rebellenmiliz wieder in Freiheit, sagte der libysche Außenminister Mohammed Abdelasis der Nachrichtenagentur AFP. Die genauen Umstände seiner Freilassung seien noch unklar.

Der Regierungschef war im Morgengrauen von bewaffneten Männern aus einem Hotel in Tripolis verschleppt worden.

Die libysche Nachrichtenagentur Al-Tadhamun berichtete unter Berufung auf das Sicherheitskomitee von Tripolis, ehemalige Revolutionäre hätten sich für Seidans „Freilassung“ eingesetzt.

Die Miliz Operationszelle der libyschen Revolutionäre bekannte sich zu der Tat und erklärte, sie habe Seidan auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen. Die Gruppe hatte zuvor Seidans Regierung dafür verantwortlich gemacht, dass US-Spezialeinheiten am Samstag in Tripolis den mutmaßlichen Al-Kaida-Planer Abu Anas al-Libi gefasst und außer Landes gebracht hatten.

Der 62-Jährige war am frühen Morgen aus einem Hotel in der Innenstadt von Tripolis verschleppt worden. Die Entführer hatten zunächst versucht, die Verschleppung des Regierungschefs als „Festnahme“ zu verkaufen.

Seidan war zuletzt in die Kritik geraten, weil ein US-Sonderkommando in der libyschen Hauptstadt den mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen Abu Anas al-Libi verschleppt hatte. Die Aktion war selbst von Libyern, die nicht mit dem islamistischen Terrornetz sympathisieren, als Verletzung der staatlichen Souveränität kritisiert worden.

AFP/dpa

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