SPD mit herber Kritik am Kultusminister

Spaenle erhält miserable Noten von der SPD

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Ludwig Spaenle.

München - Wäre Ludwig Spaenle noch Schüler, müsste er nach diesem Schuljahr eine Ehrenrunde drehen. Zumindest, wenn es nach der SPD geht. Die erteilte dem Kultusminister die Note 5 bis 6.

Die Landtags-SPD greift Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) kurz vor den Sommerferien scharf an. SPD-Bildungsexperte Martin Güll warf ihm am Freitag vor, weder die Probleme an den Schulen noch den Dauerstreit um das G8 und die Übertrittszeugnisse in der vierten Grundschulklasse in den Griff zu bekommen. „Gesamturteil für den bayerischen Kultusminister: mangelhaft mit Tendenz zu ungenügend“, kritisierte Güll. Die Sommerferien beginnen nächste Woche.

Die Grundschule sei für alle Schüler die wichtigste Schulart, weil sie die Grundlage für den weiteren Schulbesuch bilde. Die Übertrittszeugnisse nach der vierten Klasse führten zu großem Druck an den Schulen. „Und die wichtigste Schulart verkommt deswegen zu einem Notenrennen“, sagte Güll.

Für das G8 forderte er eine Reduzierung des Lehrplans sowie ein verlässliches Ganztagsangebot. Das vom Kultusministerium vorgelegte Konzept eines freiwilligen Zusatzjahres in der Mittelstufe lehnt die SPD ab. Wenn überhaupt, sollten die Schüler erst in der Oberstufe entscheiden, ob sie in zwei oder drei Jahren Abitur machen wollten. Der SPD-Politiker warf dem Kultusminister vor, im G8 ohne Konzept an den Symptomen herumzukurieren. „Das System ist nicht stimmig. Der Minister hat keine Vorstellung, wie das G8 inhaltlich aussehen soll.“

dpa

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